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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Mittwoch, 27. Mai 2009 um 13:29 Uhr

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Der heutige Betrachter, dessen ästhetisches Interesse auf die Malerei konzentriert, also museal orientiert ist, geht an den großen Synthesen des Gesamtkunstwerkes achtlos vorüber. Er ignoriert deren Sinnzusammenhänge und zieht dem übergreifenden, tatsächlichen Formenkomplex den abstrakten Gesamtnenner des >Stiles< vor. Da dieses Lexikon kein Stilhandbuch sein will, liegt seine Aufgabe in der Erhellung der Querbezüge, die von Gattung zu Gattung führen. Damit versucht es, das jahrhundertelange hierarchische Zusammenwirken der Raum-, Körper- und Flächenkünste in Erinnerung zu rufen und an unserem gegenwärtigen Zustand die Symptome spätzeitlicher Auflösung und Vereinzelung sichtbar zu machen. Die Gliederung bemüht sich, die übergreifenden Formkomplexe und die Bedeutungsgehalte der europäischen Kunst sichtbar zu machen. Wenn sie dennoch mit der Aufspaltung in Sachartikel operiert — welche übrigens, keineswegs zufällig, bei der Malerei am stärksten differenziert sind —, so beherzigt sie doch die Mahnung Burckhardts, wonach »die Kunst selbst, als aktive Kraft, von unsern Definitionen ohnehin keine Notiz nimmt und den Beschauer überraschen kann mit stets neuen Übergängen und Wandlungen, welche die genaue Trennung nach Gattungen unmöglich machen«. Die nachstehende Übersicht mag den Leser über die in diesem Band vereinigten Sachartikel informieren:

A. RAUM- UND KÖRPERKÜNSTE.
 
1. DIE ARCHITEKTUR. Der Artikel Architektur führt in die Geschichte der Baukunst ein. Die Darstellung der Elementarformen der Architektur untersucht die grundsätzlichen Möglichkeiten des Bauens, den Langhausraum, den Zentralraum, die Mischformen, die Modellierung und das Mal, woraus sich Übergänge zu den -->Grenzfällen der Plastik und zur Schauarchitektur der Bühnendekoration ergeben. Die -› Bauaufgaben werden in sakrale und profane eingeteilt und historisch dargelegt. Bei der Untersuchung der Elemente der Architektur wird von den elementaren Konstruktionstypen des Masse- und Skelettbaues ausgegangen. An die Konstruktionsprobleme schließt sich die Erörterung der Materialien und des Formenvokabulars an. Die phantastische Architektur betont einen sehr wesentlichen Impuls des Bauens: das uralte Verlangen nach Symbolschöpfung.

2. Im Städtebau und in der Gartenkunst verbindet sich die Architektur der Plastik in dem Streben nach künstlerischer Ordnung der öffentlichen Lebensräume des Menschen.
 
3. DIE PLASTIK. Der Artikel Plastik berührt einleitend den Zusammenhang mit der Architektur, er unterrichtet über die Techniken und Materialien und die Themen, wobei nachdrücklich auf den Anteil der Plastik am Gesamtkunstwerk der Gotik und des Barock hingewiesen wird. Die Grenzfälle der Plastik werden im Hinblick auf >plastische Architektur<, plastische Elemente am Bau und plastisch geformte Geräte behandelt, berühren sich also einerseits mit der Architektur, andererseits mit dem Kunstgewerbe. Die architekturgebundene Bauplastik wird in figurale und nichtfigurale unterschieden. Auch das Relief ist wesentlich an architektonischen Bildungen beteiligt, und die Rundplastik steht zu ihrem größeren Teil in malartigem Zusammenhang. Ihre statuarische Isolierung ist im Abendland eine Späterscheinung.

B. FLÄCHENKÜNSTE.
 
1. DIE MALEREI. Die allgemeine Einführung (Malerei) verweist auf die formalen Gattungen (Wand- und Monumentalmalerei, Mosaik und Einlegearbeiten, Buchmalerei, Glasmalerei, Tafelbild, Aquarell; der Bildteppich wird im Kapitel textiles Handwerk behandelt). Die mannigfachen Themen der Malerei wurden in Anlehnung an die bis ins 18. Jh. gültige Stufenordnung der >Sujets< eingeteilt (religiöse Malerei,  Allegorie und Mythologie, Historienmalerei, Aktmalerei, Landschaftsmalerei, Genremalerei, Architekturmalerei, Stilleben, Porträtmalerei).

2. Die Handzeichnung.

3. Die Druckgraphik (Holzschnitt, Kupferstich, Radierung und Lithographie) und deren Anwendung in der Buchillustration, die geschichtlich auf die  Buchmalerei folgt.

C. Die Schöpfungen des Kunstgewerbes gehören teilweise dem Raum, teilweise der Fläche an. In ihnen erweist sich sowohl die dem Gesamtkunstwerk innewohnende Tendenz, sich die sog. >Kleinkünste< dienend zu subordinieren, als auch die gegenläufige Bewegung, die schließlich im isolierten Sammlerobjekt endet. Das textile Handwerk berührt sich mit der Malerei, von den Metallarbeiten,v om Glas und von Keramik und Porzellan führen Wege zur Plastik, und die Formensprache der Möbel zeigt Anleihen bei der Architektur. Die Ornamentik ist an der Baukunst und an den Flächenkünsten beteiligt.

Wien, im Januar 1961 Werner Hofmann


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