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Donnerstag, 11. März 2010 um 06:39 Uhr |
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Mainz (dpa/lrs) - Mehr als eine Million Besucher haben die Museen, Burgen und Schlösser des Kulturellen Erbes von Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr angelockt. Darunter waren auch 100 000 Interessierte, die zum Tag des Offenen Denkmals kamen, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in Mainz mit. Vor allem im Rheinischen Landesmuseum Trier stiegen die Besucherzahlen stark an. Dies sei vor allem auf die Sonderausstellung «Schönheit im Alten Ägypten» zurückzuführen.
Durch Umbauphasen in den Landesmuseen Koblenz und Mainz gingen dagegen erwartungsgemäß die Besucherzahlen zurück. Die Besucherzahlen bei «Burgen, Schlösser, Altertümer» waren nach Ministeriumsangaben gleichbleibend gut. Die Besucherstatistik 2009 mache deutlich, dass trotz einschränkender Faktoren die Entwicklung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz positiv zu werten sei.
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Donnerstag, 11. März 2010 um 06:39 Uhr |
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Dresden (dpa) - Der legendäre DDR-Sportwagen Melkus wird zum Kunstobjekt. Von diesem Donnerstag an können Fans die Entwicklung des Wagens in einer Design-Schau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sehen. Neben vielen Zeichnungen und Modellen sind auch originale Wagen zu sehen, darunter das neueste Modell RS 2000. Jährlich sollen in Dresden 25 Exemplare des 107 000 Euro teuren Flitzers mit Flügeltüren entstehen. Neben einer 270 PS starken Straßenversion wird.
auch ein mehr als 300 PS starkes Rennauto aufgelegt. Zwölf Mitarbeiter bauen den neuen Melkus in Handarbeit. «Wir sind ausgebucht», sagte der Technische Leiter der Melkus Sportwagen GmbH, Peter Melkus, am Mittwoch kurz vor Eröffnung der Ausstellung. Der erste RS 2000 soll noch im März ausgeliefert werden.
Kunstsammlungschef Martin Roth nannte die Schau eine «Hommage an die Familie Melkus». Tatsächlich schrieb sie ein Stück automobiler Geschichte im Osten Deutschlands, auch im Rennsport. Heinz Melkus (1928-2005) errang sechs DDR-Meistertitel und dreimal den «Pokal für Frieden und Freundschaft» - das wichtigste Rennen in den früheren Ostblockstaaten. Sohn Ulli Melkus wurde bis zu seinem tödlichen Unfall 1990 fünfmal Meister im Osten Deutschlands. Neben Peter Melkus sind heute noch sein Sohn Sepp Melkus und Ullis Sohn Ronny Melkus im Geschäft. Der neue Wagen richtet sich an drei Zielgruppen: Sammler, sportlich ambitionierte Fahrer und an «Wiederholungstäter» - Leute, die schon den «DDR-Ferrari» RS 1000 besaßen. Laut Peter Melkus gibt es Anfragen aus ganz Europa und der Golfregion.
Für die Kunstsammlungen soll die PS-starke Schau zugleich eine Initialzündung konzeptioneller Art sein. «Diese Ausstellung zum Automobildesign ist der Einstieg in die Diskussion um die Weiterentwicklung des Kunstgewerbemuseums», sagte Roth: «Wir brauchen ein Forum, das sich auch der zeitgenössischen Produktgestaltung zuwendet.» Bis 16. Mai bekommen Besucher der Melkus-Schau zudem eine Vorstellung davon, wohin die Reise der DDR-Autos hätte gehen können. Zeichnungen für eine Coupé-Version und einen Roadster auf Basis des Wartburg 353 lagen bei Melkus in der Schublade. Der RS 1000 war damals auf internationalen Ausstellungen auch im Westen zu sehen. Dass zeitgleich für ihn ein Exportverbot galt, gehört zu den Geheimnissen der DDR.
Internet: www.melkus-sportwagen.de
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Donnerstag, 11. März 2010 um 06:39 Uhr |
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München (dpa/lby) - Dass auch Alltagsdinge wie Tischdecken oder Servietten Kunst sein können, beweist die Villa Stuck in München: Bis zum 30. Mai sind in der Ausstellung «Maß und Freiheit» mehr als 100 zum Teil noch nie gezeigte Textildesigns von Jugendstil-Ikonen wie Peter Behrens oder Joseph Maria Olbrich zu sehen. «Die Objekte entwickeln eine Vielfalt an Schönheit der Formen und Brillanz der Farben, sie verdienen es, als eigenständige Kunstwerke präsentiert zu werden», sagte Kuratorin Barbara Hardtwig am Mittwoch in München.
Mit der Ausstellung werde erstmals die bisher wenig beachtete Arbeit vieler Jugendstilkünstler als Textildesigner beleuchtet. Die Besonderheit dieser Produkte habe damals in der neuartigen Verbindung von Künstlerentwurf und industrieller Fertigung, von «Kunst und Maschine» gelegen.
Ob mit Schwänen und Pfauen verzierte Tafeltücher, samtene Diwanüberwürfe oder geometrisch gemusterte Damastservietten - die von 1896 bis 1914 hergestellten Kostbarkeiten seien vor hundert Jahren zum Objekt der Begierde fortschrittsfreudiger und einigermaßen wohlhabender Frauen geworden, sagte Hardtwig. Das sei auch so gewollt gewesen: Durch die massenhafte Herstellung von Gebrauchsgütern nach Künstlerentwürfen sollten besonders die Frauen zu Stilsicherheit und Kultur überhaupt erzogen werden.
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Donnerstag, 11. März 2010 um 06:39 Uhr |
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Hattingen (dpa/lnw) - Die Silberbüchse Winnetous, ein UNO-Blauhelm oder US-Präsident Obama als Supermann: Um Helden aus Geschichte und Gegenwart dreht sich anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine große Ausstellung in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis), die an diesem Freitag startet. 850 Exponate sind zu sehen, darunter eine 2300 Jahre alte Nuckelflasche mit einem Bild des antiken Helden Herakles, eine Filmjacke von Tatort-Kommissar Schimanski oder der Helm eines New Yorker Feuerwehrmanns, der bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center 2001 getötet wurde. Die Ausstellung «Helden - Von der Sehnsucht nach dem Besonderen» endet am 31. Oktober, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am Mittwoch mitteilte.
«Uns geht es darum zu zeigen, wie Helden funktionieren, wer sie macht und warum sie offenbar gerade in Zeiten des Wandels gebraucht werden. Dabei setzen wir auf starke Bilder und die Aura der Exponate», sagte Chefkurator Dietmar Osses. Starke Männer und Frauen sind reichlich vertreten: etwa eine 3,20 Meter hohe Herkules-Figur oder eine lebensgroße Lara Croft, ihres Zeichens unerschrockene und waffengewandte Comic-Heldin. Auch Helden des Ruhrgebiets wie der Essener Fußballer Helmut Rahn fehlen nicht: Von Rahn zeigt die Schau jenen Fußballschuh, mit dem er im WM-Endspiel 1954 das 3:2 schoss und Deutschland damit den Titel bescherte.
Die weiteste Anreise - aus Australien - hatte ein Propellerstück aus dem Flugzeug des Jagdfliegers Manfred von Richthofen, in dem er 1918 über Frankreich abgeschossen wurde. Australische Soldaten hatten an der Absturzstelle Wrackteile gesammelt.
Homepage Ausstellung: www.helden-ausstellung.de
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