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Nachrichten aus Kunst und Kultur aus Juli 2009
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Freitag, 31. Juli 2009 um 19:39 Uhr |
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Halle (dpa/sa) - Die künstlerische Entwicklung von drei Gründern der «Brücke» zeigt eine Schau im Landeskunstmuseum Moritzburg. Unter dem Titel «Brücke: Gemeinsamer Aufbruch - eigene Wege» sind von Samstag an 65 Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Erich Heckel (1883-1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1994-1976) zu sehen, wie die Stiftung Moritzburg am Freitag mitteilte. Die drei Maler hatten zusammen mit Fritz Bleyl 1905 in Dresden die Künstlergruppe «Brücke» gegründet. Die Exponate der Ausstellung stammen aus der Expressionisten-Sammlung des Würzburgers Hermann Gerlinger, die ihre Bleibe dauerhaft in dem Museum gefunden hat.
Es werde deutlich, dass die drei «Hauptmeister» nach dem gemeinsamen Aufbruch in der «Brücke»-Zeit später eigene, individuell verschiedene Wege gegangen seien, heißt es in der Ankündigung. Auf einer der ausgestellten Arbeiten sind auch Spuren des Zweiten Weltkriegs zu sehen: Heckels Aquarell «Hagebutten im gelben Topf» (1932) hat beim Bombardement von Berlin im Januar 1944 sichtbare Brandschäden erlitten.
Zur Privatsammlung Gerlinger gehören 700 Handzeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Ölbilder von Expressionisten. Die Werke werden in wechselnden Ausstellungen im modernen Erweiterungs
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Freitag, 31. Juli 2009 um 19:38 Uhr |
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Berlin (dpa) - Auf die Berliner Museumsinsel ist am Freitag die erste der Kolonnaden-Kuppeln zurückgekehrt. Ein Kran setzte die erste von insgesamt drei Kuppeln auf die Südostspitze der Kolonnaden an der Alten Nationalgalerie. Bis Ende des Jahres wird der Kolonnadenhof zwischen Alter Nationalgalerie und Neuem Museum nach Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für rund 20 Millionen Euro umfassend instand gesetzt und restauriert.
Die drei im Krieg zerstörten Kuppeln, die am Spreeufer drei «Tempelchen» innerhalb der östlichen Säulenreihe bekrönt hatten, werden nach dem ursprünglichen Erscheinungsbild wiederhergestellt. Dabei werden auch Originalteile verwendet, die im Gewölbe unter der Kolonnade verschüttet waren, darunter Rosetten und Deckenelemente aus Naturstein.
Die Kolonnaden, 1841 von Friedrich August Stüler geplant, umfassen den Kolonnadenhof im Süden, Westen und Osten - zu den beiden ebenfalls von Stüler erbauten Museen, der Alten Nationalgalerie und dem Neuen Museum. Der Kolonnadenhof und Garten der Alten Nationalgalerie wurde bis 1880 von Eduard Neide angelegt. Obwohl nur noch in Rudimenten erhalten, ist der Grundriss der ursprünglichen Gartenanlage laut Stiftung als eingetragenes Gartendenkmal Bestandteil des UNESCO-Welterbes Museumsinsel Berlin. Die Neugestaltung dieser Freifläche sieht bis 2010 neben Rasenflächen, Springbrunnen, Skulpturen und Granitpflaster auch eine Bepflanzung mit niedrigen Buchsbaumhecken und Platanen vor.
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Freitag, 31. Juli 2009 um 19:38 Uhr |
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Dresden/Potsdam (dpa) - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) haben zwei Gemälde nach Potsdam zurückgebracht. Sie galten bisher als Kriegsverluste der preußischen Schlösserverwaltung, teilten die SKD und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am Freitag mit. Bei der Provenienzforschung in Dresden hatte sich herausgestellt, dass die Gemälde gar nicht zum hiesigen Bestand gehörten. Konkret geht es um das 1771 entstandene «Bildnis des Staatsministers Ludwig Philipp Freiherr vom Hagen», das die Malerin Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) im Jahr 1771 schuf. Das andere Gemälde heißt «Ruhe auf der Flucht nach Ägypten» und wurde vormals dem Italiener Annibale Carracci (1560-1609) zugeschrieben.
Die Bilder waren zuletzt im Berliner Schloss beziehungsweise im Orangerieschloss Sanssouci ausgestellt, bevor sie 1940 beziehungsweise 1932 an das preußische Finanzministerium ausgeliehen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten sie vermutlich aus der Abteilung Tresorverwaltung des DDR-Finanzministeriums zur Aufbewahrung in die Berliner Gemäldegalerie, später dann irrtümlich nach Dresden. Derzeit untersuchen die Kunstsammlungen hier detailliert die Herkunft ihrer Bestände. Hintergrund sind Rückgabeforderungen. Die SKD sind derzeit mit mehr als 200 Verfahren beschäftigt. 2008 begann die Inventur des mehr als 1,2 Millionen Werke umfassenden SKD-Bestandes.
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Freitag, 31. Juli 2009 um 19:37 Uhr |
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Hannover (dpa/lni) - Mit Gartenträumen aus zwei Jahrhunderten beschäftigt sich eine Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover. Die Plakate zu Blumen- oder Gartenausstellungen spiegeln die Sehnsucht des Städters nach der Natur als verlorenem Paradies wider. Die Schau «Gartenträume - Plakatkunst von Mucha bis Staeck», die am Sonntag eröffnet wird, umfasst 150 Werke aus einer Privatsammlung sowie Leihgaben aus dem Deutschen Plakat Museum Essen.
Die Gestalter bedienten sich zunächst meist der Bildsprache der Malerei. Der verspielte Jugendstil und die klaren Linien der Neuen Sachlichkeit fanden später Eingang in die Plakatkunst. «Die Plakate sind die "Schreier der Straße"», sagte Museumsdirektor Hans Joachim Neyer. Damals wie heute seien sie für die Werbung unverzichtbar. Als die Plakate noch nicht in DIN-Norm gepresst waren, wurden sie auf mehrere meterhohe Hauswände und sogar auf das Straßenpflaster geklebt. Das größte Plakat der Ausstellung ist etwa drei Meter hoch.
Ein Plakat von Alfons Maria Mucha steht sogar im engen Zusammenhang mit dem Namensgeber des Museums. «Es zeigt eine Frau mit einer Schachtel Zigarettenpapier. Diese Marke hat auch immer Wilhelm Busch benutzt, um seine Zigaretten zu drehen», erläuterte Neyer.
Zu sehen sind die Werke bis zum 11. Oktober. Die Ausstellung sei nicht nur kunstgeschichtlich, sondern auch kulturgeschichtlich interessant, teilte das Museum am Freitag mit. Die Plakate zeigten die tiefgreifenden Veränderungen in unserer Wahrnehmung der Natur. Aufgegriffen werden Themen wie die exotische Blumenschau, die Gartenlaube, der Hausgarten bis zur Parkstadtbewegung, Begrünung der Städte und Renaturierung der Landschaft.
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Freitag, 31. Juli 2009 um 19:37 Uhr |
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Köln (dpa/lnw) - Geschützt durch Spezialfenster zeigt das Museum Ludwig fotografische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Insgesamt 70 Aufnahmen, darunter Berühmtheiten wie «Der gefallene Soldat» von Robert Capa und Dorothea Langes «Heimatlose Mutter», können Besucher bis zum 31. Januar 2010 in Köln betrachten. Um die Schädigung der Fotografien durch Sonnenlicht in Grenzen zu halten, seien sämtliche Fenster mit einer speziellen Folie beklebt worden, sagte Museumssprecherin Anne Buchholz am Freitag. Diese halte UV-Strahlen auf und ermögliche eine weitaus größere Ausstellungsdauer.
Sie sei «sehr gerührt» sagte Renate Gruber, Witwe des 2005 verstorbenen Publizisten und Photokina-Mitgründers Leo Fritz Gruber, bei einer Vorpräsentation der ausgehängten Werke. Sie sprach von einem «großartigen Ensemble». Viele Fotografien stammen aus der Sammlung des Paares und waren seit 1977 in den Besitz des Museums übergegangen.
Als «ein Wunder» bezeichnete der Leiter der fotografischen Sammlungen des Museums, Bodo von Dewitz, die Eröffnung der neuen Foto-Galerie. Deren Einrichtung war schon lange ein Wunsch, wurde jedoch auch aus finanziellen Gründen erst jetzt verwirklicht. Sogar die edlen Mahagoni-Fassungen der Bilder halfen beim Sparen: Sie wurden aus dem Holz einer ausrangierten, begehbaren Kamera gefertigt - und verleihen buchstäblich einen edlen Rahmen.
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