| Ein Haufen Staub bei Ausstellung zu Turner-Preis |
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| Montag, 05. Oktober 2009 um 15:07 Uhr | ||
London (dpa) - Ein Wal-Schädel, ein Haufen Staub und Rinder-Hirn stehen in Konkurrenz für den diesjährigen Turner-Preis. Die Ausstellung der vier Kandidaten für den renommiertesten britischen Kunstpreis zeigt auch dieses Mal wieder Kontroverses - was erneut die Frage aufwerfen dürfte: Was ist eigentlich Kunst? Das Rennen liefern sich der Brite Roger Hiorns, der gebürtige Italiener Enrico David sowie die beiden Künstler aus Glasgow, Lucy Skaer und Richard Wright. Die Ausstellung in der Londoner Tate Britain eröffnet diesen Dienstag.
Hiorns zeigt dabei einen riesigen Haufen Metallstaub, der den pulverisierte Überrest von einem Flugzeugtriebwerk darstellt. Das Werk würde «Gegenständen neues Leben geben», erklärte Assistenz-Kuratorin Helen Little. Das Werk sei «auf seltsame Art und Weise interessant und wunderschön». Zu Hiorns Werken gehören auch Skulpturen aus Rinder-Hirn, Plastik und Stahl.
Zu Davids Werken zählt eine bizarre Pappmaché-Puppe, die an ein großes Ei erinnert und auf Schaukelstuhlbeinen steht. Skaer zeigt mit «Leviathan Edge 2009» den monströsen Schädel eines Pottwals und schmale Skulpturen aus Kohlestaub. Traditioneller ist Wrights Beitrag: Ein riesiges Gemälde aus Goldblättern, das eine ganze Wand bedeckt. Die Ausstellung läuft bis zum 3. Januar.
Der Turner-Preis ist mit 25 000 Pfund (27 000) dotiert und nach dem britischen Landschaftsmaler William Turner (1775-1851) benannt. Er wird seit 1984 jährlich an einen in Großbritannien lebenden Künstler im Alter unter 50 Jahren verliehen. Zu den Preisträgern gehören Gilbert and George, Damien Hirst oder der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans. Zuletzt war der Preis jedoch mehr und mehr in die Kritik geraten, weil viele die Werke für unverständlich hielten. Der Gewinner wird dieses Jahr am 7. Dezember bekanntgegeben. |
























































