| Heiligtum und Kunst - Limburg zeigt Kreuzreliquie |
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| Donnerstag, 10. September 2009 um 05:00 Uhr |
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Limburg (dpa) - Blaugeflügelte Engel schweben um ein goldgefasstes Holzkreuz, Christus thront inmitten der Heiligen wie ein byzantinischer Kaiser: Das katholische Bistum Limburg widmet seinem wertvollsten Schatz erstmals eine eigene Ausstellung. Die Staurothek, eine große Kreuzreliquie in einer 1000 Jahre alten Lade vom Kaiserhof in Byzanz, wird in ihrem kunst- und kirchengeschichtlichen Zusammenhang gezeigt. Das überaus kunstvoll gearbeitete Kästchen aus Holz, Gold, Emaille und Edelsteinen sei «das Kostbarste, was es weltweit in diesem Genre gibt», sagt Prof. Eckhard Nordhofen, Dezernent des Bistums für Kultur und Bildung.
Die Ausstellung «Im Zeichen des Kreuzes - Die Limburger Staurothek» vom 11. September bis zum 15. November im Diözesanmuseum ist auch eine Gemeinschaftsarbeit der Gemeinden im Bistum. 23 Kirchen von Assmannshausen bis Frankfurt stellen ihre Kreuzreliquien zur Verfügung. Oft sind es haarfeine Holzspäne in geschliffenen Kristallen zur Vergrößerung, die in goldene Monstranzen eingebaut sind. Nach Limburg wird die Ausstellung vom 1. Dezember an im Dommuseum in Frankfurt zu sehen sein.
Die «Staurothek» (von griechisch: Stauros/Kreuz) wurde um 950 in der Hofwerkstatt des Kaisers von Konstantinopel gefertigt. Bei ihr geht es nicht um winzige Holzsplitter. Das herausnehmbare Kreuz ist sieben Millimeter dick mit Reliquienholz furniert. Wie ein Setzkasten enthielt die Lade früher weitere heilige Andenken, etwa Stücke vom Purpurmantel und der Dornenkrone Jesu oder vom Kopftuch der Gottesmutter. Zur Ausstellung findet am 18. September ein wissenschaftliches Symposium statt. |
























































