| Archäologische Kunstschätze aus Irak aufgetaucht |
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| Dienstag, 28. Dezember 2010 um 18:57 Uhr | ||
Krefeld (dpa) - Die Krefelder Polizei hat bis zu 5000 Jahre alte archäologische Kunstschätze aus dem Irak sichergestellt. Sie seien bei einer deutsch-türkisch-irakischen Gruppe von Verdächtigen entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Gutachter hätten festgestellt, dass es sich bei 13 der 15 Artefakte, darunter eine Steinfigur und mehrere Rollsiegel, um Originale handele. Zunächst waren die Ermittler von einem Fund im Wert von 15 Millionen Euro ausgegangen.
Da die Gegenstände aber keinem mesopotamischen König zuzuordnen seien, liege der Wert nur bei knapp 10 000 Euro. Ein Exponat stamme aus dem Nationalmuseum in Bagdad, das in den Kriegswirren geplündert worden war. Das Rollsiegel aus grünem Kalkit sei 5000 Jahre alt und frühdynastisch. Es zeigt Menschen mit hirschähnlichen Tieren und stammt aus einer Grabung bei Chafangi.
Eine Steinfigur stellt einen der babylonischen Könige Nebukadnezar dar. Ein Tippgeber aus den Niederlanden hatte die Polizei auf das Geschäft aufmerksam gemacht. Die Verdächtigen seien 42 bis 47 Jahre alt, sagte Oliver Schnorre, Leiter der Ermittlungskommission «Orient».
Sie hätten die Ware für 2,5 Millionen Euro einem verdeckten Ermittler angeboten, der zum Schein als Kaufinteressent aufgetreten war. In einer Spielhalle in Viersen wurden dann drei Verdächtige festgenommen. Sie schweigen zu den Vorwürfen. Weil Rechtshilfe aus dem Irak nicht zu erwarten sei, müsse das Verfahren wegen gewerbsmäßiger Hehlerei möglicherweise eingestellt werden. Den Verdächtigen sei schwer nachzuweisen, dass sie wissentlich mit Hehlerware gehandelt hätten.
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