| Weniger Besucher im Arp-Museum |
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| Dienstag, 28. Dezember 2010 um 18:57 Uhr | ||
Remagen (dpa/lrs) - Das Arp-Museum in Remagen (Kreis Ahrweiler) hat mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen. «Wir werden das Jahr mit rund 61 000 Besuchern beschließen», sagte Museumsdirektor Oliver Kornhoff am Mittwoch am Standort der Kultureinrichtung am Bahnhof Rolandseck. Im Vorjahr seien noch etwa 73 500 Menschen gezählt worden. Als Gründe führte Kornhoff vor allem den langen Winter 2009/10 und den frühen Wintereinbruch an. «Wir sind ein Museum, in das man einen Ausflug macht. Aber die Menschen gehen bei solch einem Wetter nicht vor die Tür.» Auch habe sich die Konkurrenz der europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010 bemerkbar gemacht.
Nach Meinung von Kornhoff mangelt es dem vor rund drei Jahren eröffneten Museum jedenfalls nicht mehr an Bekanntheit und es gab Phasen, in denen der Betrieb in diesem Jahr besser lief. «Der Sommer war tatsächlich sehr gut», sagte der Museumschef. Allein die Schau «Das Fundament der Kunst. Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin» habe rund 30 000 Menschen angelockt.
Die meisten Gäste - etwa 80 Prozent - kommen nach Museumsangaben aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern. Dabei sei der Zuspruch aus der Region Köln und Bonn größer als aus Koblenz, hieß es weiter.
Die Themen Landschaft und Natur sollen das Leitmotiv für das Ausstellungsjahr 2011 bilden, in dem die Bundesgartenschau in Koblenz stattfindet. Ein Höhepunkt sei die Ausstellung «Biomorph! Hans Arp im Dialog mit zeitgenössischen Künstlern» (26. Mai 2011 bis 22. Januar 2012), sagte Kornhoff. Die Schau zeige das bildhauerische Werk des musealen Namensgebers Arp (1886-1966). Er gelte als Künstler, der die organische Abstraktion entscheidend mit entwickelte.
Im November hatte die CDU-Landtagsfraktion ihre Sorge über die Besucherzahlen des von einer Landesstiftung betriebenen Kulturhauses geäußert. Die SPD-Landesregierung wies die Kritik zurück und versprach eine Aufholjagd. Die Besucherzahlen seien in deutschen Museen in diesem Jahr insgesamt «stagnierend bis rückläufig».
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