| Zittauer Museum knüpft mehr Kontakte nach Liberec |
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| Dienstag, 28. Dezember 2010 um 18:57 Uhr | ||
Zittau (dpa/sn) - Die Städtischen Museen Zittau und die Regionalgalerie im tschechischen Liberec (Reichenberg) möchten sich mehr Publikum aus dem jeweils anderen Nachbarland ins Haus holen. Für 2011 gibt es erstmals ein gemeinsames Jahresprogramm, wie der Zittauer Museumsdirektor Marius Winzeler der Nachrichtenagentur dpa sagte. Beide Einrichtungen wollen 2011 ihre Ausstellungen mindestens in Deutsch und Tschechisch gestalten. Attraktive Projekte in den nur gut 25 Kilometer voneinander entfernten Städten könnten ein Anreiz sein, dass auch verstärkt Besucher aus Prag, Dresden oder Wroclaw (Breslau) ins Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien reisen.
Mit polnischen und englischen Übersetzungen sollen Dauerausstellungen sogar viersprachig gezeigt werden, kündigte Winzeler an. Das Museum im früheren Franziskanerkloster eröffnet Anfang Februar eine neue Schau mit dem Titel «Zittauer Sternstunden». Zehn Stationen sollen es Besuchern ermöglichen, die wichtigsten Etappen der fast 800-jährigen Stadtgeschichte zu durchschreiten. In einer anderen Dauerschau wird ab Ende Mai sakrale Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne in Zittau zu sehen sein. Für 2012 sind mit Liberec auch direkte Kooperationen bei Ausstellungen geplant, etwa bei einer Sonderschau mit Porträts aus den Zittauer Sammlungen.
Gerade im unterschiedlichen Profil beider Häuser sieht Winzeler die große Chance, sich zu ergänzen. Die 1953 gegründete Regionalgalerie in Liberec verfüge über eine der größten Kunstsammlungen Tschechiens. Dazu gehörten niederländische Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts, französische Landschaftsmalerei des Vorimpressionismus, deutsche und österreichische Kunst des 19. Jahrhunderts sowie eine der besten Kollektionen tschechischer Malerei, Plastik und Grafik der Moderne.
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