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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Besucherrekord bei Dresdner Kunstsammlungen im Super-Jahr 2010 Von Simona Block PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 28. Dezember 2010 um 18:57 Uhr

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Sie zählen zu den bedeutendsten Museen der Welt. Doch auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden spürten 2009 die Folgen der Krise. Im Jubiläumsjahr 2010 aber kamen so viele Gäste wie noch nie.

 

Dresden (dpa/sn) - 450 Jahre alt und noch immer attraktiv: 2010 haben so viele Menschen wie noch nie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besucht. Mit mehr als 2,4 Millionen Gästen bis Ende November zeichnet sich nach dem Rückgang im Vorjahr nicht nur ein Plus, sondern ein Rekord ab. «Es war ein Superjahr», sagt Generaldirektor Martin Roth. Die Sammlungen profitieren nicht nur vom wirtschaftlichen Aufschwung nach der Finanzkrise und dem wachsenden Kulturtourismus aus dem Osten. Roth selbst rührt mit Hilfe seines Netzwerkes ständig die Werbetrommel für die Sammlungen, deren Ursprung in der 1560 gegründeten kurfürstlichen Kunstkammer liegt.

 

 «Die Wirkung Dresdens ist mittlerweile enorm, die Anziehungskraft von Sachsen wächst», sagt Roth. Der Freistaat und seine Hauptstadt seien Magneten im In- und Ausland. «Wir haben lange in den Wald gerufen, jetzt hallt es wider.» Auch Aktivitäten und Kooperationen mit Partnern zahlten sich mehr und mehr aus. Dresden sei zurück auf der Landkarte der Kultur, werde nun auch zwischen München und Berlin, in den überregionalen und internationalen Medien beachtet.

 

«Dies bedeutet nicht, sich auszuruhen, wir müssen gerade wegen des Erfolgs auch die Qualität halten», betont der Generaldirektor. Die historischen Schätze werden modern präsentiert, aber auch Neues entsteht. Der Eröffnung der «Türckischen Cammer» im Residenzschloss etwa ging eine bisher einmalige Werbekampagne in Deutschland und der Türkei voraus.

 

Die Rückkehr des Albertinums als «Haus der Moderne» im Juni gilt als weiterer Coup. «Es wird als modernes architektonisches Unikat und als klassisches Museum überraschend gut angenommen», freut sich Roth. Mit Lipsiusbau und Kunstakademie bilde es einen Ort der Gegenwart. «Eröffnungen ziehen immer, sie sind ein großer Magnet. Der Erfolgsbeweis kommt erst in der Ebene des Alltags.»

 

Ein gewichtiges Pfund sei auch das Engagement der Mitarbeiter. «Alle setzen sich extrem ein und wissen, wofür sie kämpfen.» Da schaue keiner auf die Uhr. «Jeder, der hier arbeitet, ist mit dem Herzen dabei», sagt der Chef. Dabei seien die Bedingungen nach wie vor nicht rosig. «Es fehlt Personal, es gibt keine festen Stellen, nur Zeitverträge. Die guten Leute laufen uns davon, weil wir sie nicht an uns binden können.»

 

Bestimmte Bereiche wie Depot, Restaurierung, Konservierung, der ganze kuratorische Bereich müssten aber mit festen Mitarbeitern besetzt sein. «Da braucht es Leute, die länger als für ein paar Monate bei uns bleiben können.» Im wissenschaftlichen Bereich sei Sicherheit, Stabilität und Dauerhaftigkeit nötig.

 

2011 will Roth ruhiger angehen. «Die Baumaßnahmen gehen weiter, aber Museumseröffnungen sind erst wieder 2012/13 geplant.» «Sorgenkinder bleiben der Mathematisch-Physikalische Salon, der bis Anfang 2013 saniert wird, das Kunstgewerbemuseum, das keinen festen Direktor hat, und das Japanische Palais als Ausstellungsort für die Staatlichen Ethnografischen Sammlungen.»

 

Das «Objekt seiner Begierde» sei aber das Johanneum, in dem das Verkehrsmuseum viel zu beengt residiert, sagt Roth. «Dresden braucht eine Lösung dafür.» Er könne es sich besser als Ort für Ausstellungen verschiedener Institutionen vorstellen. 2012/2013 wird Sempergalerie mit den Alten Meistern generalsaniert und teils geschlossen. «2012 feiern wir noch das Raffael-Jahr und 500 Jahre Sixtinische Madonna.»

 

Wissenschaftlich arbeiten die Kunstsammlungen mit Partnern in Los Angeles, Stockholm und Dublin am «Museum des 21. Jahrhunderts». Nach den Vorstellungen Roths sollten nicht nur Exponate gezeigt, sondern noch mehr Informationen «unaufdringlich» vermittelt werden. «Museen haben Bestand, weil sie Teil unserer Kultur, Geschichte und Gesellschaft sind, ein Ort, wo wir uns wiederfinden, aber auch stets neu erfinden.»

 

 

www.skd.museum

 



Tags: roth  festen  ort  dresden  «es  abstrakte kunst  
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