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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Multimediales im Schwedenspeicher - Museum baut um Von Stephanie Lettgen, dpa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 30. Dezember 2010 um 08:26 Uhr

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Modern, multimedial und interaktiv - so will sich das Stader Museum Schwedenspeicher nach monatelanger Sanierung 2011 präsentieren. Das Haus möchte mehr als nur ein Stadtmuseum sein und mit einer großen Ausstellung zur Hansezeit auch überregional viele Besucher locken.

 

Stade (dpa/lni) - Noch ist die Tür des Museums Schwedenspeicher in der Stader Altstadt mit einem Gitter weiträumig abgesperrt. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss des denkmalgeschützten Backsteingebäudes sind leer. Der Boden ist von Baustaub bedeckt, aus der Decke hängen lose Kabel herab. Doch schon in wenigen Monaten will das seit Ende September geschlossene Stadtmuseum nach umfangreicher Sanierung seinen Besuchern eine komplett überarbeitete Ausstellung zeigen. «Wir entfernen den gesamten 70er-Jahre-Charm und präsentieren ein modernes Museum», sagt Direktor Sebastian Möllers.

 

Denn seit der Eröffnung des Museums 1977 ist kaum etwas verändert worden. Nur das zweite Obergeschoss zur Vor- und Frühgeschichte wurde 2003 umgestaltet und bleibt deshalb zunächst unverändert. Die Sanierung des um 1700 errichteten Schwedenspeichers soll 2,1 Millionen Euro kosten. Finanziert wird das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Hansestadt Stade und eines lokalen Sponsors. Die Ausstellungsmacher hoffen, noch vor Ostern öffnen zu können. Fast alle Exponate sollen aus dem eigenen Magazin stammen.

 

Neue Böden, mehr Licht, flexible Vitrinen und viele multimediale Stationen sind geplant. «Schlichtheit und Eleganz» sind Möllers bei der Umgestaltung wichtig. Zudem soll die Originalsubstanz des Gebäudes, das der schwedischen Garnison einst als Proviantspeicher diente, betont werden. So wird etwa das Ziegelstein-Mauerwerk freigelegt, die dunklen Holzbalken sollen durch farblich unauffällige Böden stärker zur Geltung kommen.

 

Die Vision der Planer: Betritt der Besucher das Museum wird er künftig direkt auf ein großes multimediales Modell Stades zulaufen. «Daneben können sich die Besucher auf kleinem Raum die Stadtgeschichte erarbeiten», erklärt Möllers. Armreifen aus der Wikingerzeit, eine schwedische Reiteruniform, Bronzeräder und Münzschätze repräsentieren verschiedene Epochen. Spannend wird es an der interaktiven Zeitmaschine: Kinder müssen erst eine Kurbel drehen, bevor sie in die Hanse- oder Schwedenzeit zurückversetzt werden.

 

Geteilt wird der Raum von einer kurvig verlaufenden Wand, in die im Hafenbecken gefundene Schätze aus der Stadtgeschichte eingelassen sind. Hinter der Wand gibt es eine 185 Quadratmeter große Fläche für Sonderausstellungen, die allerdings erst im Herbst beginnen sollen. Auch ein Museumsshop und ein Café sind vorgesehen. An der Außenfassade wird ein gläserner Fahrstuhl angebaut.

 

Öffnen will das Stadtmuseum auch einen Teil der Decke zwischen Erd- und Obergeschoss. Knapp 50 Vitrinen werden dann auf unterschiedlichen Höhen von der Decke des ersten Stocks in das Erdgeschoss herabhängen. «Das zieht einen nach oben. Zu viele Besucher haben sich bislang nur das Erdgeschoss angesehen und sind dann wieder gegangen», erklärt Möllers.

 

Inhaltlich will der 36-Jährige in dem Museum künftig mehr als nur Stadtgeschichte bieten. Wichtig ist nicht die Chronologie, der Direktor will Schwerpunkte setzen. «Stade ist nur der Aufhänger, um etwa das Leben in der Hansezeit darzustellen», erklärt er. So soll der gesamte erste Stock dieser Epoche gewidmet sein.

 

Wie entstand die Hanse? Was verbirgt sich dahinter? Welche Beziehungen spielten damals eine Rolle? All diese Fragen sollen für Kinder und Erwachsene in künstlerisch aufwendig gestalteten Kabinetten beantwortet werden und Parallelen zum heutigen Leben aufgezeigen. Möllers ist überzeugt, dass dieser Ausstellungsteil überregional zahlreiche Besucher anlocken wird. «Seit 20 Jahren gab es keine Hansezeit-Ausstellung in Deutschland», berichtet er.

 

Das Museum setzt auf Wandel, um attraktiv zu bleiben: Nach drei bis vier Jahren soll das Obergeschoss wieder komplett verändert werden und in ein anderes Jahrhundert entführen. Bislang habe das Haus zwischen 18 000 und 23 000 Menschen pro Jahr angelockt, berichtet Möllers. «Langfristig hoffen wir auf 50 000 Besucher.»

 



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