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Nachrichten aus Kunst und Kultur aus Februar 2010
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Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr |
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Hamburg (dpa) - Das Festival «Himmel auf Zeit» lässt in diesem Frühling die wilden 20er Jahre in Hamburg lebendig werden. Bis Juni öffnen 30 Kooperationspartner ihr Haus für rund 80 Veranstaltungen. Dabei soll das künstlerische Schaffen und der kreative Wandel während der Weimarer Republik erlebbar werden: Bedeutende Künstler wie Hans Leip, Klaus Mann, Erich Korngold, Karl Schneider, Gustav Oelsner, Rosa Schapire und Ida Dehmel prägten die Hansestadt. Ihr Wirken wird in Konzerten, im Theater, in Ausstellungen, Lesungen, Filmen und Vorträgen gewürdigt. Eröffnet wird das Festival am 29. März von Schirmherr Ulrich Tukur mit einer musikalisch-literarischen Reise im St. Pauli Theater.
«Himmel auf Zeit» so lautete das Motto des letzten freien Künstlerfestes Anfang 1933, das die Künstler mit ihren Freunden und Förderern in Hamburg feierten.
Das geplante Kulturporgamm ist vielfältig: Jazz und Lyrik im Literaturhaus, Kunst in der Kunsthalle und der Galerie Herold, Brecht-Inszenierungen im Deutschen Schauspielhaus, Klaus Manns expressionistische Tanzpantomime in der Hochschule für Bildende Künste, Swing im Rathaus, Stummfilme mit Live-Musik im Metropoliskino, Chansons bei einer Hans-Leip-Soiree in St. Katharinen und eine Ringvorlesung gehören dazu.
Internet: www.himmelaufzeit.de
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Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr |
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Speyer (dpa/lrs) - Den sagenumwobenen Amazonen-Kriegerinnen will das Historische Museum der Pfalz in diesem September eine Ausstellung mit weltweit noch nie gezeigten Exponaten widmen. Dazu gehören Gräberfunde, die von bewaffneten Frauen, «von Reiterkriegerinnen» zeugen, wie das Museum am Montag in Speyer ankündigte. Für 2011 ist eine Schau über die salischen Kaiser geplant, unter deren Herrschaft der Speyerer Dom - das damals größte Gotteshaus des Abendlandes - gebaut wurde. Gezeigt werden unter anderem kostbare liturgische Geräte und wertvolle Handschriften. Zu den Höhepunkten dieses Jahres gehört ferner die Eröffnung einer Druckwerkstatt für Kinder.
Die Ausstellung «Amazonen», die vom 5. September 2010 bis zum 13. Februar 2011 gezeigt wird, befasst sich laut Museum mit der Frage, was hinter dem Mythos des Frauenvolks steckt und wie sich das Amazonenbild im Laufe der Zeit wandelte. Die Ausstellungsmacher versprechen «aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse internationaler Forschungsteams und noch nie gezeigte Funde aus der eurasischen Steppe». Dazu zählt der Fund eines Kriegers und einer Kriegerin aus dem Altai-Gebirge, die beide in der Paraderüstung von Reiterkriegern bestattet wurden. Auch die Frau war mit einer Streitaxt sowie mit Dolch, Pfeilen und Bogen ausgestattet.
Im Mittelpunkt der vom 10. April bis 30. Oktober 2011 gezeigten Salier-Ausstellung steht die Person Heinrichs V., des letzten Kaisers der salischen Dynastie. Er war 1000 Jahre vor der Ausstellung - im Jahr 1111 - in Rom zum Kaiser gekrönt worden und hatte der Stadt Speyer im selben Jahr Privilegien verliehen, die ihre Entwicklung zur freien Reichsstadt einleiteten. «Mit diesen Jahrestagen verknüpft sich die Geschichte Speyers und der Salier in einzigartiger Weise mit der europäischen Geschichte», teilte das Museum mit.
In der Druckwerkstatt, die im Sommer eröffnet wird, sollen Kinder und Jugendliche mit der alten Handwerkskunst des Druckens vertraut gemacht werden. Mit Bleibuchstaben, Farbe und einer Druckerpresse können sie eigene Texte oder Plakate herstellen. Das Museum kündigte außerdem an, dass die im September 2009 eröffnete Mitmachausstellung «Hexen - Krötenschleim und Spinnenbein» wegen großer Resonanz über den Mai hinaus bis 13. Juni 2010 verlängert wird.
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Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr |
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Münster (dpa/lni) - Der Westfälische Kunstverein in Münster hat eine neue Direktorin. Wie der Verein am Montag mitteilte, hat Katja Schroeder nach einem Jahr kommissarischer Leitung das Amt ihrer Vorgängerin übernommen. Die bisherige Direktorin, Carina Plath, wechselt nach ihrer Elternzeit als Kuratorin für Malerei und Skulptur an das Sprengel Museum in Hannover. Plath hatte den Kunstverein seit 2001 geleitet. Ihrer Nachfolgerin sei es im vergangenen Jahr gelungen, «ein anspruchsvolles und internationales Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm in Münster zu realisieren», hieß es in einer Mitteilung. Der Verein hat derzeit 950 Mitglieder.
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Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr |
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Düsseldorf (dpa) - Unter dem Titel «Schattenkultur» zeigen sich die Häftlinge in Nordrhein-Westfalen zur Kulturhauptstadt 2010 von ihrer kreativen Seite. Mit Malerei und Video, Theater und Fotoausstellungen geben Häftlinge aus 17 Gefängnissen der Kulturhauptstadt-Region Ruhrgebiet vom 2. Mai bis zum 26. September einen Einblick in das Leben hinter Gittern, teilten die Veranstalter am Montag in Düsseldorf mit. Getragen wird «Schattenkultur» mit dem zentralen Ausstellungsort im Alten Hafthaus Moers von der Europäischen Kulturhauptstadt, den beiden Kirchen sowie dem Justizministerium des Landes NRW.
«Kunst und Kultur soll den Gefangenen die Fähigkeit geben, sich selbst zu entdecken», sagte Ruhr.2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen. Der Kulturhauptstadt gehe es nicht um ein elitäres Programm: «Wir wollen nach draußen, wo die Menschen, wo die Probleme sind.» Für den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, stellt das Programm den Strafvollzug selbst als Teil der Kultur ins Licht der Öffentlichkeit. «Das Gefängnis ist kein gottverlassener Raum», erklärte Schneider. Landes-Justizministerin Roswitha Müller- Piepenkötter (CDU) nannte das Programm den «Höhepunkt bisheriger Kulturarbeit im Strafvollzug des Landes».
Zu dem vielfältigen Programm gehört eine 45-minütige Videodokumentation «Abschiebeknast» aus der JVA Büren, die auch das Leben der Abgeschobenen in ihren Heimatländern darstellt. Die Frauen im Gefängnis von Gelsenkirchen zeigen eine 120 Meter lange Malerei auf alten Bettlaken und die JVA Geldern macht mit den riesigen Malereien auf den Gefängnismauern bekannt.
Mit EU-Hilfe konnten auch Gefängnisse aus Marseille, Barcelona sowie Mailand für das Film- und Fotoprogramm gewonnen werden. Das NRW-Landesarchiv beteiligt sich mit einer historischen Dokumentation über die Geschichte des Strafvollzugs.
Wer selbst neugierig auf das beengte Leben hinter Gittern geworden ist, kann sich als Projekt der JVA Detmold in einer Neun- Quadratmeter-Zelle einschließen lassen. Nach der Niederschrift der Eindrücke in ein «Gästebuch» ist die rasche Entlassung allerdings sicher. Vorherige Anmeldung für «Schattenkultur» bei der Bürgerinformation Moers wird von den Veranstaltern empfohlen.
Internet: www.schattenkultur.de
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Montag, 01. März 2010 um 15:04 Uhr |
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Bielefeld (dpa/lnw) - Mehr als 65 400 Menschen haben die Bielefelder Ausstellung «Der Deutsche Impressionismus» besucht. Ursprünglich waren nur 40 000 erwartet worden. Es war damit nach Emil Nolde (2008) und Picasso (1991) die erfolgreichste Ausstellung des Hauses, sagte die Sprecherin der Kunsthalle, Christiane Heuwinkel, am Montag. Seit Mitte November vergangenen Jahres waren in Bielefeld rund 180 Bilder deutscher Impressionisten zu sehen. Im Mittelpunkt standen Werke von Slevogt, Liebermann und Corinth. Gezeigt werden aber auch Bilder weniger bekannter Impressionisten aus allen Teilen Deutschlands - etwa von Thomas Herbst oder Robert Sterl.
«Wir sind sehr stolz auf den Erfolg dieser Ausstellung», sagte Heuwinkel. Schließlich sei die Schau zwei Wochen kürzer zu sehen gewesen, als die Nolde-Ausstellung «Begegnungen mit dem Nordischen». In deren Zeit sei zudem die Aktion «Nachtansichten» mit allein rund 6000 Besuchern gefallen. Von dem Erfolg zeugt auch, dass der Katalog am Wochenende ausverkauft war. Zuvor waren mehr als 5000 Stück verkauft worden. «Es ist super-gut gelaufen», sagte Heuwinkel. Auch der erstmals angebotene Audio-Guide sei gut angenommen worden.
www.kunsthalle-bielefeld.de
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