| Abschied ohne persönliche Worte - Kunstwerk mit Rüttgers-Abbild Von Dorothea Hülsmeier, dpa |
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| Montag, 12. Juli 2010 um 07:03 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Der letzte große öffentliche Auftritt des scheidenden NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) dreht sich um die Kunst, um die schönen Dinge des Lebens also. Während SPD und Grüne auf Sonderparteitagen über den gemeinsamen Koalitionsvertrag abstimmen und damit das Ende von Schwarz-gelb in Nordrhein-Westfalen näher rückt, hält Rüttgers am Samstag eine Rede beim Festakt zur Wiedereröffnung der renommierten Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.
Ein persönliches Wort zum Abschied kommt ihm dabei nicht über die Lippen. Einmal lächelt er bei dem bedeutungsschweren Satz: «Das Werk ist vollbracht.» Damit meint Rüttgers aber nicht sich selbst, sondern den fast 40 Millionen Euro teuren Umbau der Kunstsammlung - ein Projekt, das nach jahrelangen Plänen in seiner Regierungszeit verwirklicht wurde. Dass der neue rot-grüne Koaltionsvertrag am Montag ausgerechnet im Haus der Kunstsammlung unterzeichnet werden soll, wird offiziell natürlich nicht erwähnt.
Rüttgers hält noch ein Plädoyer für die Förderung der Kunst auch in Krisenzeiten und sinniert über die «Krise unserer Zeit», die keine Krise des Geldes, sondern eine «Krise des Bewusstseins» sei. Dann verlässt er das Rednerpult.
Am Mittwoch will sich SPD-Landeschefin Hannelore Kraft mehr als zwei Monate nach der Wahl vom Landtag zur neuen Regierungschefin wählen lassen und künftig eine Minderheitsregierung führen. Für Rüttgers ist das dann - vorausgesetzt, dass Kraft gewählt wird - der Abschied als Landesvater in NRW. In den kommenden Monaten will er schrittweise auch andere politische Spitzenämter wie den CDU-Landesvorsitz und den stellvertretenden Bundesvorsitz abgeben.
Zumindest in der Kunst aber hat Rüttgers sich verewigt. Er hat sich in der Kunstsammlung für ein Projekt der Künstlerin Karin Sanders scannen lassen. Aus dem Abbild wird eine kleine Rüttgers-Skulptur werden, die in einem Regal neben den Skulpturen vieler anderer ausgestellt werden soll.
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