| «Bunte Götter» - Schau in Berliner Antikensammlung |
|
|
|
| Montag, 12. Juli 2010 um 07:03 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Weißer, matt schimmernder Marmor - aus diesem kostbaren Material sind die meisten antiken Skulpturen, die in Museen überall auf der Welt bewundert werden. Im Original waren die Figuren allerdings bemalt und hatten so eine ganz andere Wirkung auf ihre Betrachter. Das zeigt die Ausstellung «Bunte Götter. Die Farbigkeit antiker Skulptur», die nach Stationen in München, Rom, Istanbul und Los Angeles jetzt auch in Berlin zu sehen ist. Am Montagabend wird die bis zum 3. Oktober laufende Schau offiziell eröffnet. Von Dienstag an ist sie dann für das Publikum in der Antikensammlung des Pergamonmuseums zugänglich.
Archäologische Funde bezeugen, dass die Skulpturen farbig waren, wie die Ausstellungsmacher mitteilten. Noch im 19. Jahrhundert sei intensiv dokumentiert worden, welche Kunstwerke an welchen Stellen Farbreste aufweisen. Doch im 20. Jahrhundert habe das Interesse nachgelassen, das Wissen um die Farbigkeit der Original-Skulpturen sei verkümmert.
Im Zentrum der Ausstellung im Pergamonmuseum steht die sogenannte Berliner Göttin im Vergleich mit der Rekonstruktion der «Phrasikleia». Die Grabfigur wurde 1972 in Attika gefunden und steht heute im Nationalmuseum in Athen. Sie hat wie die ebenfalls in der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. entstandene «Berliner Göttin» noch reiche Reste ihrer Farbfassung.
|
























































