| Arbeitsgemeinschaft bangt um bayerische Museumslandschaft Gespräch: Kathrin Zeilmann, dpa |
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| Samstag, 26. Juni 2010 um 08:04 Uhr | ||
Der Sparzwang angesichts leerer öffentlicher Kassen macht auch vor den Museen nicht Halt. Die Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern appelliert deshalb an den Freistaat, die Kommunen besser zu unterstützen.
Bamberg/Nürnberg (dpa/lby) - Die öffentlichen Kassen sind leer, allerorten wird über Einsparungen diskutiert - die Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern fürchtet deshalb um die vielfältige Museumslandschaft im Freistaat. «In Bayern gibt es 1200 Museen, es wäre schade, wenn die Vielfalt verloren ginge», sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Regina Hanemann, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Zugleich appellierte sie an den Freistaat, die Kommunen beim Unterhalt der lokalen Museen nicht im Stich zu lassen. «Es wäre schön, wenn die Kommunen vom Staat Hilfe und Unterstützung bekommen könnten», sagte Hanemann, die auch Direktorin der Museen der Stadt Bamberg ist. Schließlich sei Bayern ein Kulturstaat, ergänzte sie. Es gebe zwar verschiedene Fördertöpfe, doch die müssten dringend besser gefüllt werden.
Hanemann warnte auch davor, dass in den Kommunen wegen des Zwangs zum Sparen Wertungen und Abwägungen vorgenommen werden - dass es also bei der Mittelvergabe beispielsweise heißt: Museum oder Kindergarten. «Man soll Kultur und Soziales nicht gegeneinander ausspielen», forderte sie.
Die Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern tagt an diesem Sonntag und am Montag (28. Juni) im Museum Tucherschloss in Nürnberg. Die Organisation versteht sich als Interessenvertretung der wissenschaftlich geleiteten nicht-staatlichen Museen in Bayern.
Hauptthema der Beratungen und Vorträge ist das Thema Evaluierung, also die Bewertung von Museen durch unabhängige Instanzen wie etwa durch Wirtschaftsfachleute. «Ich sehe das mit gemischten Gefühlen», räumte Hanemann ein. Ein Museum könne schließlich nicht wie ein Wirtschaftsbetrieb bewertet werden. Ein Museum müsse selbstbewusst unterstreichen, «was es wert ist». Die Qualität eines Museums und der dort tätigen Mitarbeiter lasse sich zudem nur unzureichend durch Zertifikate abbilden. «Eine Pinakothek der Moderne ist nicht mit einem Heimatmuseum zu vergleichen», sagte die Bamberger Museumschefin.
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