| «Moderne Zeiten» in der Neuen Nationalgalerie |
|
|
|
| Donnerstag, 11. März 2010 um 06:39 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Nach Kunstspektakeln wie der «MoMA»-Schau und der Impressionisten-Ausstellung «Die schönsten Franzosen» besinnt sich Berlins Neue Nationalgalerie wieder auf die eigene Sammlung. Unter dem Titel «Moderne Zeiten» zeigt das Museum von Freitag (12.3.) an nach langer Zeit wieder seinen reichen Bestand der Klassischen Moderne im eigenen Haus. Zu sehen sind Werke aus den Jahren 1900 bis 1945, darunter Arbeiten von Kirchner, Beckmann, Dix, Léger, Nolde, Feininger, Arp, Dalí, Delaunay, Schlemmer, Schwitters und Kokoschka.
Ab Herbst 2011 will die Nationalgalerie dann Sammlungsstücke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ausstellen. Wechselausstellungen seien nur das «etwas mehr» zur Sammlung, betonte Nationalgalerie- Direktor Udo Kittelmann am Mittwoch. Der Titel der Sammlungspräsentation lehnt sich an Charlie Chaplins Film «Modern Times» aus dem Jahr 1936 an, der die damalige moderne Arbeitswelt karikierte.
In 18 Ausstellungsräumen können die Besucher Gemälde und Skulpturen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen - Werke aus Expressionismus, Dada, Neuer Sachlichkeit, Bauhaus-Kunst und Surrealismus. Die Schau ist nicht streng chronologisch aufgebaut, sondern orientiert sich an zeitgeschichtlichen Ereignissen und Themen, die die Menschen zur damaligen Zeit besonders beschäftigten.
Von den «Brücke»-Künstlern sind Naturstudien zu sehen. Ein Teil der Ausstellung zeigt das Verhältnis von Mensch und Maschine, ein anderer die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Drei Künstlern sind eigene Räume gewidmet: Max Beckmann, Rudolf Belling und Ernst-Ludwig Kirchner, dessen «Potsdamer Platz» aus dem Jahr 1914 zu sehen ist.
Gezeigt wird auch der monumentale Fries, den Edvard Munch 1906/07 für die Berliner Kammerspiele schuf. Otto Dix ist mit «Der Kunsthändler Alfred Flechtheim», «Die Skatspieler» und «Die Familie des Malers Adalbert Trillhaase» vertreten, Emil Nolde mit seinen «Papua-Jünglingen» und Fernand Léger mit den «Zwei Schwestern». Ein eigener Raum ist Porträts gewidmet, die Dix und andere Künstler schufen, darunter Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka und Max Pechstein.
|
























































