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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kinderakademie: Viertklässler treffen Neandertaler Von Anna Schürmann, dpa PDF Drucken E-Mail
Freitag, 03. September 2010 um 07:12 Uhr

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Mit einer Kinderakademie wollen die Staatlichen Museen zu Berlin neugierige Mädchen und Jungen in ihre Häuser locken. Kinder aus Problembezirken werden besonders gefördert.

 

Berlin (dpa/bb) - Im Raum der Jungsteinzeit des Neuen Museums hält die achtjährige Goderin angestrengt eine Spindel in den kleinen Händen. Dann lässt sie sie fallen und versucht, aus einem Bündel Wolle einen Faden zu drehen. «Du musst schon ein bisschen mehr ziehen, das ist eine anstrengende Arbeit», ermutigt sie Museumsführerin Christine Reich und dreht das hölzerne Gerät. Goderin und ihre elf Mitschüler der Vineta-Grundschule gehören zu den ersten Teilnehmern der Kinderakademie der Staatlichen Museen zu Berlin, die offiziell an diesem Sonntag (5. September) startet. Dann fährt die Klasse aus dem Wedding einmal in der Woche nach dem Unterricht zur Museumsinsel, um an den 90-minütigen Kursen teilzunehmen.

 

An Kinder von der ersten bis zur dritten und von der vierten bis zu sechsten Klasse will sich das Angebot der Staatlichen Museen richten. An jedem Wochentag gibt es eine Führung für je 15 kleine Teilnehmer. Im ersten Semester geht es um das Thema Archäologie. «Wer war der Neandertaler?», oder «Wie war ein Gladiator ausgerüstet?» sind Fragen, die bis Januar beantwortet werden sollen.

 

Viel zu entdecken gibt es für die Kinder allemal. Christine Reich führt die Viertklässler zu Vitrinen, in denen zwei Skelette liegen. «Warum sind die beiden gestorben?», fragt die neunjährige Büsra. Und: «Was haben die für Ketten um?» Bisher sind die Kinder noch keine regelmäßigen Museumsgänger: «Ich war nur schon mal in einem Verkehrsmuseum», erzählt die achtjährige Goderin.

 

Die Viertklässler aus Berlin-Wedding werden daher besonders gefördert. Für sie und eine andere Klasse aus Lichtenberg sind die Teilnahmegebühren von Sponsoren übernommen worden. Alle anderen Kinder müssen 100 Euro zahlen. Auch hier suchen die Museen aber noch nach Paten, die die Gebühr übernehmen. «Wir wollen, dass die Kinder Hintergrundinformationen über verschiedene Völker und Kulturen bekommen. Die sollen nicht nur für Kinder sein, die sowieso die Möglichkeit haben, an diese Art von Bildung zu gelangen, sondern auch für Kinder, die auch ihrem sozialen Umfeld nicht in die Richtung gefördert werden», so Projektleiterin Anna Giesecke.

 

Bei der ersten Führung kann Christine Reich die Kinder schnell begeistern. «Ich habe gelernt, dass die Dinosaurierknochen viel tiefer unter der Erde liegen als die vom Neandertaler. Und dass man früher Feuer mit Stöcken gemacht hat», erzählt der neunjährige Baran aufgeregt. Später soll der Stoff, der in den Kursen erlernt wird, auch im Unterricht behandelt werden, so Lehrerin Birgit Tempel. «Ich wollte Kinder in die Museums-Gruppe aufnehmen, die sich für dieses Gebiet interessieren. Und wirklich sind die Kinder ja jetzt sehr begeistert», freut sich die Lehrerin.

 

Noch sind Plätze für die 17 Veranstaltungen der Kinderakademie frei. Die erste Reihe findet von September bis Januar statt (Start ist der 5. September). Aber auch für die kommenden Semester, die jeweils ein Schulhalbjahr dauern, können sich interessierte Kinder schon anmelden. Dann geht es um Kunstgeschichte, Gegenwartskunst und außereuropäische Kulturen.

 

An den Vitrinen der beiden Jungsteinzeit-Skelette bringen die Fragen der Kinder ihre Führerin ziemlich ins Schwitzen. «Warum haben die keine Haut?», fragt Abdullah. «Wie entsteht eigentlich die Welt?», geht Büsra noch einen Schritt weiter. «Das ist jetzt doch ein bisschen viel», stöhnt Christine Reich. Aber: «Ich freue mich auf euch beim nächsten Mal.»

 

 

http://www.smb.museum.de

 



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