| Kunst zum Nachmachen - Frize-Schau in Leverkusen |
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| Freitag, 03. September 2010 um 07:12 Uhr | ||
Leverkusen (dpa/lnw) - Kunst zum Nachmachen zeigt der französische Maler Bernard Frize in einer Ausstellung im Schloss Morsbroich bei Leverkusen. Von diesem Sonntag bis zum 7. November präsentiert das Museum unter dem Titel «And How and Where and Who» die abstrakten Werke des Wahlberliners. Das Besondere an den mit breitem Pinselstrich gemalten bunten Bildern: Frize lässt immer erkennen, wie er das Kunstwerk produziert hat. «Man könnte das Bild selbst machen, das ist typisch für den Anspruch von Frize», sagte Museums-Direktor Markus Heinzelmann am Donnerstag.
Hauptwerk der Schau ist das eigens von Frize für die Ausstellung geschaffene Bild mit dem Fantasietitel «Oplontis». Bewusst wurde das großformatige Werk in einen kleinen Raum am Eingang zur Ausstellung gezwängt, so dass der Betrachter aus nächster Nähe den Produktionsprozess und die zugrundeliegende Idee nachvollziehen kann. Bei «Oplontis» hat Frize einen breiten Pinsel mit sieben Farben bemalt und in psychedelisch wirkenden Kreiswellen über die Leinwand gezogen.
Wie rote Quallen oder ein Blütenmeer wirken Bilder, auf denen Frize die Abdrücke eines dicken, mit Farbe getränkten Rundpinsels hinterließ. Mit großzügigen Pinselstrichen lässt er auf der Leinwand Gitter, Zöpfe, Vorhänge, Häkelmuster und Graslandschaften entstehen. Bei einem anderen Werk erweisen sich bunte runde Farbkleckse als auf offenen Lackdosen angetrocknete Farbhäute.
Auch in Fotografie versuchte sich der Künstler: So bemalte er Bohnen mit besonders grüner Farbe und lichtete sie ab. Der 1949 geborene Frize entwickelt nach Worten Heinzelmanns «Regeln» für seine jeweiligen Bilder, die für den Betrachter ohne große Schwierigkeiten nachzuvollziehen sind.
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