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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Playing the City 2: Die Börse fliegt in die Luft Von Inga Radel, dpa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 09. September 2010 um 06:41 Uhr

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Performance-Künstler singen plötzlich in der U-Bahn Lennons «Image», die Alte Börse soll mit Gesang zum Schweben gebracht werden. In den nächsten drei Wochen wird Frankfurt bei «Playing The City 2» mit Kunst bespielt. Zu dem Projekt der Schirn gehören rund 20 Aktionen.

 

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Alte Börse Frankfurt soll zum Schweben gebracht werden. Dann, wenn am 21. September unter Anleitung der Künstlerin Annika Lundgren Frankfurter vor dem Gebäude lauthals singen. Ziel dieser parapsychologischen Aktion ist es, die bösen Geister der Finanzkrise aus dem Gebäude zu vertreiben. Sie knüpft an ein Werk der Friedensaktivistin Abbie Hoffman von 1967 an, als 20 000 Hippies das Pentagon besangen. Damit sollte der Vietnam- Krieg beendet werden, was nicht klappte. Lundgrens Arbeit gehört zum Projekt «Playing The City 2» der Schirn Kunsthalle, bei dem die Stadt in den nächsten drei Wochen mit rund 20 Kunstaktionen bespielt wird.

 

Gerade wird die Rückkehr der Performance-Kunst der 60er und 70er Jahre gefeiert, etwa im Feuilleton der «Süddeutschen Zeitung» («SZ»). Denkwürdig war im Frühjahr die Serbin Marina Abramovic, die für ihre Retrospektive «The Artist is Present» 721 Stunden auf einem Stuhl des New Yorker Museums of Modern Art hockte. Dabei hat die Aktionskunst ihren Schrecken von einst verloren - als etwa die Wiener Aktionisten um Günter Brus Fäkalien, Urin und öffentliches Onanieren zu Kunst erklärten oder VALIE EXPORT sich in ihrem «Tapp- und Tastkino» an die Brust grapschen ließ. Die «SZ» schreibt: «Heute hat die Performance- Kunst ihr Pop-Moment, sie funktioniert ein bisschen wie ein Madonna- Konzert: irgendwie frivol, dabei aber immer eine gute Party.»

 

So ist auch der Ansatz des Schirn-Projekts. «Es geht nicht darum, Provokation zu erzeugen, sondern um Gemeinschaftlichkeit», erklärt Kurator Matthias Ulrich. Die Italienerin Paola Pivi etwa will an vier Tagen während der Rushhour Musiker durch Busse und Bahnen schicken, die beiläufig Lieder wie John Lennons «Imagine» anstimmen - und dabei Fahrgäste zum Mitsingen einladen. Eine romantische Mitmachtaktion für Frankfurter ist die Arbeit «Private Moon» des Russen Leonid Tischkow: Ein ungefähr zwei Meter großer, 18 Kilo schwerer Mond aus Plexiglas und Aluminium, der sich für eine Nacht ausleihen lässt. Schirn- Direktor Max Hollein hat ihn sich auch schon für eine Nacht gebucht.

 

Vorreserviert und abgeholt werden kann der nicht ganz handliche «Private Moon» in der «Zentrale» in der Schirn, von wo aus Kurator Ulrich die Projekte steuert. Hier werden die Aktionen auch filmisch dokumentiert und flimmern über mehrere Bildschirme. Wenn das Projekt am 26. September endet, dann soll es auch eine DVD geben, die die flüchtige Aktionskunst festhält. Am Kunstmarkt spielt diese keine Rolle. Die Frage nach dem Wert von Kunst greift der in den USA lebende Taiwanese Lee Mingwei auf: Bei seiner Arbeit «Money for Art» kann sich jeder für zehn Euro mit ihm über den Kunstbetrieb unterhalten. Nach dem 20-minütigen Gespräch hat er aus dem Schein eine Origami-Skulptur gefaltet und gibt ihn seinem Gegenüber zurück.

 

Zu «Playing The City 2», die Neuauflage eines Schirn-Projekts von vor eineinhalb Jahren, gibt es eine umfangreiche Homepage, die zugleich Blog und Ausstellungskatalog ist. Auch die geplante DVD soll den Ausstellungskatalog ersetzen. Beschreiben lassen sich die Aktionen nur bis zu einem bestimmten Grad. Kurator Ulrich meint: «Es geht ums Mitmachen, darum, die Aktivität selbst bei sich zu spüren.»

 

 

http://www.playingthecity.de/

 



Tags: schirn  kunst  the  «playing  city  abstrakte kunst  
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