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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Liebermann-Ausstellungen in Dresden und Braunschweig PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 01. April 2008 um 18:12 Uhr

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«Liebermann ist ein bedeutender Maler, der seine Generation, die Generation nach Menzel, geprägt hat», sagte Galeriedirektor Ulrich Bischoff am Dienstag. Bis zum 31. August werden neben den sechs Bildern aus dem Dresdner Bestand auch die beiden Werke dokumentiert, die seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen gelten. Dabei handelt es sich um «Die Näherin» (1881), die 1897 als erstes Liebermann-Werk für die Dresdner Galerie angekauft worden war, sowie das 1905 entstandene und 1920 für Dresden erworbene Bild «Judengasse in Amsterdam». Das Städtische Museum Braunschweig präsentiert von Donnerstag an ebenfalls Werke von Liebermann.

In Dresden ist auch das 1971 ausgegliederte und verkaufte Porträt des Generalfeldmarschalls von Bülow (1915/16) als Leihgabe aus Privatbesitz erstmals wieder öffentlich zu sehen. Die Exposition dokumentiert zudem einige Arbeiten, um deren Erwerbung vergeblich gerungen wurde, wie das 1901 entstandene Ölbild «Papageienallee». «Dresden hat eine relativ kleine Liebermann-Sammlung», sagte Direktor Bischoff. Allerdings sei darunter mit dem «Bildnis von Alfred von Berger» (1905) eine ganz kennzeichnende impressionistische Porträtstudie. Liebermann habe den Auftrag zur Darstellung des Intendanten des Deutschen Schauspielhauses Hamburg 1891 vom Direktor der Hamburger Kunsthalle erhalten.

«In Hamburg hängt nur die zweite Fassung, denn die erste gefiel ihm so gut, dass er sie nicht an den Auftraggeber lieferte», sagte Bischoff. Sie sei mit Stiftungsgeldern 1914 für die Gemäldegalerie Dresden gekauft worden. Der Berliner Künstler hatte in der sächsischen Residenz 1895 seine erste große Ausstellung. Die Dresdner Galerie hat derzeit wegen Umbau und Sanierung ihres Domizils, des Albertinums, Schauräume im Semperbau des Zwinger.

Die Ausstellung in Braunschweig umfasst rund 150 Werke, neben einigen Gemälden werden vor allem Grafiken gezeigt. Darunter ist eine Ölstudie von 1887 für das berühmte Liebermann-Gemälde «Die Netzflickerin», das in der Hamburger Kunsthalle hängt. Die Schau ist die erste in einer neuen Galerie, die eigens für die Sammlung Bönsch in Räumlichkeiten des Museums eingerichtet wurde. Das Wolfsburger Arztehepaar Bönsch hatte dem Museum im vergangenem Jahr seine etwa 3500 Werke umfassende Sammlung im geschätzten Wert von 25 Millionen Euro überlassen. Neben Bildern von Liebermann hat das Ehepaar auch Werke von Künstlern wie Henri Toulouse Lautrec, Ernst Barlach und Oskar Kokoschka gesammelt.


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