| Gegen «Kitsch-Image» - Größtes Kulturfestival Österreichs in NRW |
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| Donnerstag, 03. April 2008 um 19:31 Uhr | ||
Bei den rund 200 Veranstaltungen in acht Städten stehe bis zum Juli bewusst die aktuelle Kultur der Alpenrepublik aus allen Sparten fernab von Walzerseligkeit und Sachertorte im Mittelpunkt, sagten die Organisatoren von «scene: österreich in nrw» am Donnerstag in Düsseldorf.
«Wir haben keine Lust, an einem süßen, falschen Kitsch-Image zu ersticken», betonte die Direktorin des Kulturforum Österreich, Teresa Indjein, bei der Programmpräsentation. Die aktuelle Kulturszene ihre Landes zeichne sich aus durch «starken Realitätssinn, ist gar nicht angepasst und wirft definitiv den Blick über den Tellerrand». Geboten wird in Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln und Münster ein Überblick über die gegenwärtige Literatur und Kunst, über Film, Tanz und Musik zwischen Klassik, Jazz und Elektronik. Rund um den Dortmunder U-Turm präsentiert sich elektronische Kunst mit Sound-Collagen bei einer ersten Begegnung der europäischen Kulturhauptstädte Linz (2009) und Ruhrgebiet (2010). Das private Museum Essl bringt 60 Werke der österreichischen Gegenwartskunst nach NRW. Ein deutsch-österreichisches Ensemble spielt «Die letzten Tage der Menschheit» des Zeitkritikers Karl Kraus in Bonn und die Kölnerin Karin Beier zeigt mit «Maß für Maß» ihre erfolgreiche Shakespeare-Inszenierung der Wiener «Burg». Junge Pianisten aus Österreich sollen im Bonner Beethoven-Haus zu hören sein und auch die Junge Philharmonie Salzburg gastiert in Bonn. Besonders in Düsseldorf, Köln und Bonn kommt der Jazz made in Austria zu seinem Recht, der bisweilen «abenteuerlustig» mit alpenländischer Folklore gemischt werde. Zum Festivalabschluss trifft sich rund ein Dutzend namhafter österreichischer Literaten, darunter Michael Donhauser, zur Debatte über Fragen der Lyrik auf der Kunst-Insel Hombroich bei Neuss. (Internet: www.scene-festival-nrw.de) |
























































