| Günther Ueckers «Letter to China» in Reutlingen |
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| Mittwoch, 09. April 2008 um 07:41 Uhr | ||
Das Städtische Kunstmuseum Spendhaus zeigt einen Querschnitt durch das zeichnerische und druckgrafische Schaffen Ueckers, der vor allem für seine Objekte mit Nägeln bekannt ist. Zu den Exponaten gehören Aquarelle, übermalte Fotografien, Prägedrucke und Holzschnitte, wie die Stadt ankündigte.
Die in Reutlingen gezeigten Werke waren Teil einer Ausstellung in der Kunsthalle der chinesischen Stadt Tianjin im Winter 2006/07. Der Titel «Letter to China» spielt auf eine 1994 von den chinesischen Behörden verbotene Ausstellung an. Damals wollte Uecker unter anderem seine Arbeit «Brief an Peking» zeigen, in der er die 1948 von den Vereinten Nationen verkündete Menschenrechtserklärung auf große Tücher geschrieben hatte. In seinen Papierwerken beschäftigte sich der Künstler vor allem mit Aggression und Mitgefühl sowie Licht und Bewegung. Dem aggressiven Akt des Nagelns entsprechen im Holzschnitt die Einkerbungen des Stemmeisens im Holzblock. In den Prägedrucken ordnen sich Nagelschafte zu strengen oder sanft strömenden Formationen. Der 1930 in Mecklenburg geborene Uecker zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart. |
























































