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Mittwoch, 09. April 2008 um 17:15 Uhr |
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Die grellen Bilder des Künstlers Grigory Juschtschenko in der Galerie «Navicula Artis» waren Wahlkampfplakaten und Werbepostern nachempfunden. Noch im vergangenen Jahr sei die Ausstellung mit dem Titel «Werbung des Rauschgifts» in Moskau für einen Preis nominiert gewesen, berichtete die Zeitung «Kommersant» (Mittwoch). Die Direktion des Kunsthauses «Puschkinskaja 10», das die Galerie beherbergt, hatte nach einem kritischen Fernsehbeitrag den Abbruch verfügt. Die Ausstellung sollte eigentlich bis 20. April laufen. Bereits kurz nach der Eröffnung am 5. April sei es zu einem Zwischenfall gekommen, berichtete die Zeitung. Die russische Sängerin Jelena Wajenga habe ein Porträt von ihr als Karikatur empört von der Wand genommen und vor laufenden Fernsehkameras zerrissen. Juschtschenko, der zur alternativen Künstlergruppe «Prothese» gehört, will seine Zeichnungen als Satire verstanden wissen. «Navicula Artis» («Das Schiff der Künstler») gilt als eine der renommiertesten Galerien für moderne Kunst in Russlands zweitgrößter Stadt. Sie zeigte auch schon Exponate des deutschen Aktionskünstlers Joseph Beuys (1921-1986).
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