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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Schau mit Lücken - Bundeskunstsammlung präsentiert sich in Bonn Von Edgar Bauer, dpa PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. April 2008 um 07:11 Uhr

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Hochkarätige Werke international geschätzter Künstler sind rar, und es fehlt auch ein thematischer Schwerpunkt - was bedeutende Privat- oder Museumssammlungen auszeichnet. Gleichwohl ist aus der vom damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) 1970 initiierten Sammlung inzwischen eine beachtliche und vielfältige Dokumentation der Entwicklung der bildenden Kunst in der Bundesrepublik geworden. Das zeigt eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Bonn (11. April bis 17. August 2008).

Unter dem Titel «Visite - Von Gerhard Richter bis Rebecca Horn» sind mehr als 60 Arbeiten von 53 Künstlern zu sehen. Die Schau wurde unter dem dreifachen thematischen Leitfaden «Existenz­Raum- Geschichte» zusammengestellt. Die Bandbreite der Techniken und Medien reicht von Zeichnung und Malerei über Skulptur bis zu Fotografie und Video. Die Ausstellung war im Frühjahr 2007 anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in kleinerem Format bereits in Brüssel zu Gast.

Die Schlüsselfrage, die sich der erwartungsvolle Besucher stellt, gilt der Sammlung selbst. In der Schau sind nur wenige Werke auch international renommierter deutscher Künstler zu sehen - und selbst von diesen keine Monumentalarbeiten oder wirkliche Spitzenwerke. Die Erklärung ist einfach: Weder hat der Bund das Geld dafür, noch ist dies Ziel der Sammlung.

Von Anfang an sollte sie vor allem die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in der Bundesrepublik in ihrer gesamten Breite dokumentieren. Größere Werkkomplexe einzelner Künstler gibt es nicht, auch eine feste Strategie für Ankäufe ist nicht vorgegeben. Deshalb ist die Sammlung mit Werken fast ausnahmslos aus der Zeit nach 1949 auch kein kunsthistorisch vollständiges Archiv. Entlang ihren begrenzten Zielsetzungen sei es aber eine «hervorragende Sammlung», sagte der Intendant der Bundeskunsthalle, Christoph Vitali, bei der Präsentation der Schau am Donnerstag in Bonn.

Über die kontinuierlichen Ankäufe entscheidet eine unabhängige Kommission. Ihre Quellen sind aktuell die drei international wichtigen Kunstmessen in Basel, Berlin und Köln. Rund 1200 Werke aus allen Gattungen der bildenden Kunst hat der Bund in mehr als 35 Jahren gekauft. Die meisten lagern in verschiedenen Depots, andere schmücken Wände in Regierungsgebäuden oder auch deutschen Botschaften. Immer mehr Stücke werden als Dauerleihgaben auch Museen zur Verfügung gestellt. Der aktuelle Wert der Sammlung liegt bei rund 20 Millionen Euro.

Für den Ankauf steht jährlich knapp eine halbe Million Euro zur Verfügung. Arbeiten renommierter Künstler sind damit nicht zu haben. Deshalb gibt es in der Sammlung auch nur zwei früh erworbene Werke von Gerhard Richter. Eines davon - eine wie im Schnappschuss festgehaltene «Sekretärin» (1964) - ist in der Bonner Schau sehen. Auch von dem verstorbenen Jörg Immendorff, der auch die Politik der Bundesrepublik («Café Deutschland») ins Bild setzte, besitzt der Bund nur zwei eher unscheinbare Werke. In ungewohnt hoher Hängung wird in Bonn das kleine schwarz-rot-goldene Ölgemälde «Pass (Deutsche Farben)» aus dem Jahr 1965 präsentiert.

Bei Neo Rauch schlugen die Sammler ein einziges Mal prompt zu - als er noch günstig war: Das Ölgemälde «Der Auftrag» von 1996 ist augenfällig platziert - es steht gut für die surrealen-rätselhaften Welten des Leipziger Shooting-Stars. Von Georg Baselitz, Markus Lüpertz oder A.R. Penck gibt es in der Sammlung nur kleinere Papierarbeiten, von Anselm Kiefer überhaupt kein Werk.

Im Themenfeld «Existenz» der Ausstellung ergründen die gezeigten Künstler das Dasein in seinen sozialen und psychologischen Zusammenhängen. Hier hängt auch eine kleine Zeichnung von Joseph Beuys («Loreley») aus dem Jahr 1957 sowie eine neunteilige Serie von Farb-Lithograhien (1974). Breiter Raum wird Martin Kippenbergers ironisch-plakativer Auseinandersetzung mit sich selbst gewidmet. Rebecca Horn ist mit der Skulptur «Paradieswitwe» (1975) und einer von Metallstäben betriebenen Schreibmaschine («Erika»/1992) vertreten. Bei «Geschichte» gehören das von Georg Herold aus Dachlatten konstruierte «Deutschland in den Umrissen von 1937» oder das nach dem Mauerfall entstandene Werk «Deutschland wird deutscher» der Fotokünstlerin Katharina Sieverdings zu den auffälligen Exponaten.



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