| Kein Atelierhaus für Künstler Uecker auf Ostsee-Halbinsel Wustrow |
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| Dienstag, 15. April 2008 um 07:11 Uhr | ||
Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald erklärte in letzter Instanz den 2002 errichteten Bau für illegal und ordnete den sofortigen Abriss an. «Es besteht keine gültige Baugenehmigung», sagte ein Gerichtssprecher am Montag der dpa. Der Bau sei für Ueckers Kunst auch nicht zwingend nötig. Das Gericht folgte damit der Einschätzung des Landkreises Bad Doberan.
Der in Düsseldorf lebende 78-jährige Künstler, dessen Arbeiten international hoch gehandelt werden, zeigte sich sehr enttäuscht von dem Urteil. «Ich kann mir das nicht erklären», sagte Uecker der dpa. Er habe das Haus mit einer Ausnahmegenehmigung errichtet. Die Erlaubnis sei bei einem Treffen mit dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) sowie Bad Doberans Landrat Thomas-Jörg Leuchert (SPD) zustandegekommen. Der Bauplatz sei ihm zugewiesen worden. Er komme mehrmals im Jahr für einige Tage nach Wustrow. «In der Einfachheit, in der man aufgewachsen ist, kann man Kraft schöpfen», sagte er. Er habe in dem Haus nie gewohnt, sondern nur gearbeitet, auf dem Festland habe er sich ein Appartement gemietet. Vor zwei Jahren sei die Ausnahmegenehmigung ausgelaufen. Er habe es «ein bisschen verschludert», rechtzeitig einen neuen Antrag auf Duldung und Verlängerung der Genehmigung zu stellen, sagte Uecker. Die Halbinsel Wustrow, wo während der Nazizeit eine Flakschule beheimatet war, wurde 1945 kampflos an sowjetische Truppen übergeben. 1993 endete die militärische Nutzung der 967 Hektar großen Halbinsel, 1998 ging sie an die Investorengruppe Fundus. Bebauungspläne liegen auf Eis. |
























































