| Symposium über Renaissance-Bildhauer de Vries im Schaumburger Land |
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| Mittwoch, 16. April 2008 um 07:10 Uhr | ||
Die Veranstalter wollen damit auf die selbst im europäischen Vergleich herausragenden Kunstschätze in der Region aufmerksam machen. «De Vries war in seiner Generation mit Abstand der bedeutendste, auch innovativste Bildhauer Deutschlands», erklärte Dorothea Diemer, Kunsthistorikerin an der Universität Augsburg. Der Niederländer wurde in Italien bei Giovanni da Bologna ausgebildet und war in Augsburg und Prag als Hofbildhauer Rudolfs II.
und danach für Christian IV. von Dänemark tätig. Zwei seiner wichtigsten Werke gestaltete der kaiserliche Bildhauer im Auftrag von Fürst Ernst von Holstein-Schaumburg: das fürstliche Mausoleum in Stadthagen sowie das Taufbecken in der Bückeburger Herderkirche. Zwei weitere Originale, Figuren aus der Bückeburger Schlossbrücke, stehen inzwischen im Bode-Museum in Berlin. Das lichtdurchflutete Mausoleum in Stadthagen sei wunderschön und könne sich ohne weiteres mit Grabkapellen in Florenz messen, betonte Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft in Bückeburg. Der Kulturverein hat das Symposium gemeinsam mit dem Förderverein Renaissance Stadthagen organisiert. Die beiden Vereine bemühen sich seit Jahren um die Restaurierung der Stadthagener Grabkapelle, die noch immer im Besitz der fürstlichen Familie ist. Schirmherr der Tagung ist deshalb Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe. Die Außenfassade und das Dach seien bereits saniert worden, berichtete Adelmann. Jetzt gehe es darum, ob die Bronzeplastiken im Innenraum, die sogenannte Auferstehungsgruppe, ebenfalls restauriert werden müssen. «Dabei sollen uns die Experten Anregungen geben», sagte Adelmann. Die Resonanz auf die Veranstaltung habe ihn überwältigt. Unter anderem werde Jane Bassett vom Getty Museum Los Angeles ihr neues Buch über die Bronzetechnik von de Vries zur Diskussion stellen. Die Organisatoren erhoffen sich aber auch Impulse für den Kulturtourismus in der Region. Ursprünglich war die Stadthagener Grabkapelle in das gescheiterte Tourismus-Projekt «Erlebniswelt Renaissance» eingebunden. Die dreitägige Tagung ist aus Platzgründen den Experten vorbehalten. Im Anschluss daran gibt es am Freitag um 16.00 Uhr eine öffentliche Führung und einen Vortrag im Mausoleum, das an die Martini-Kiche Stadthagen angeschlossen ist. |
























































