| «Karnickelköttelkarnickel»: Künstler im Dialog mit Dürer |
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| Donnerstag, 17. April 2008 um 19:59 Uhr | ||
Von Freitag an (bis 29. Juni) sind unter dem Titel «Dürer und: Künstler der Akademie und Albrecht Dürer» Werke etwa von Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Thomas Struth oder Ewald Mataré im Dialog mit Grafiken des bedeutenden deutschen Künstlers zu sehen.
So wird auch Dieter Roths ironische Antwort auf den populären «Dürer-Hasen» präsentiert: Das «Karnickelköttelkarnickel» ist ein als «Osterhase» aus Mist gepresstes Langohr. Eine solche Respektlosigkeit, «hätte Dürer selbst Spaß gemacht», kommentierte der Leiter der Akademiegalerie, Siegfried Gohr, am Donnerstag in Düsseldorf den Umgang heutiger Künstler mit Dürer-Motiven. In manchem Dürer-Werk steckten nämlich auch viele witzige Details: Ein Beispiel seien «kichernde Hasen» in einem Kupferstich mit der Heiligen Familie. Dem Dürer-Hasen widmen sich auch Thomas Schütte oder Georg Herold, der das Tier zum «Dürer-Esel» umzeichnet. Der Düsseldorfer Künstler Schütte setzt den Hasen in fromme Positur, indem er ihn mit einem zweiten weltbekannten Dürer-Motiv kombiniert: «Betender Hase» heißen die drei respektlosen Blätter aus einem Radierzyklus. Zu den bekannten Arbeiten gehören die legendäre Beuys-Aktion «Dürer, ich führe persönlich Baader ++ Meinhof durch die Dokumenta V», oder Klaus Staecks politische Plakate mit Dürers «Mutter». Zu den Entdeckungen der Düsseldorfer Schau zählen Rosemarie Trockels Zeichnungen, in denen sie der Tierwelt Dürers Strickpullis verpasst. An Röntgenaufnahmen erinnern die schwungvoll-gestischen Bilder des Informel-Künstlers K.O. Götz mit dem Titel «Mälankolien» - Adaptionen des berühmten Dürer-Kupferstichs «Melancholie». (Internet: www.kunstakademie-duesseldorf.de) |
























































