| Vom Sinn des Absurden - Ausstellungskatalog im Miniformat und Lego-KZ Von Thomas Strünkelnberg, dpa |
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| Donnerstag, 17. April 2008 um 20:01 Uhr | ||
Wenn ein solcher Katalog auf die Größe eines - zugegebenermaßen recht dicken - Taschenwörterbuchs schrumpft, dann ist das eigentlich absurd. Und eine bessere Einführung in eine Ausstellung, die sich mit dem Absurden in der Kunst beschäftigt, kann es kaum geben. «Die Ausstellung soll Einblicke liefern in die Problematik des Künstlers bei der Beobachtung der Welt», sagte der künstlerische Leiter des Herforder Museums MARTa, Jan Hoet. Die Schau «Ad Absurdum. Energien des Absurden von der klassischen Moderne zur Gegenwart» (19. April bis 27. Juli) zeigt Werke von Pablo Picasso bis René Magritte, von Joseph Beuys bis Wim Delvoye.
Als eine freundliche Welt für Kinder gelten die bekannten Lego-Bausätze. Doch der polnische Künstler Zbigniew Libera verwandelt die Legowelt mit der Installation «Lego Concentration Camp», die eine Packung eines Bausatzes mit Gerippe-Figuren, Stacheldraht, Baracke und Krematorium zeigt, in eine Welt des Schreckens. Eigentlich absurd. Auf eine ganz andere Absurdität, nämlich die des ungehemmten Konsums, weist eine Arbeit von Thomas Rentmeister von 2007 hin - ein Einkaufswagen steckt in einem Riesenberg von Zucker fest. «Zuviel Konsum blockiert», sagte MARTa-Sprecher Nils Vandré. Zu der Ausstellung inspiriert hätten ihn «Der Mythos des Sisyphos» von Albert Camus und dessen Satz ««Wenn die Welt klar wäre, dann gäbe es keine Kunst», erklärte Hoet. «Jeden Tag laufe ich dadurch, jeden Tag finde ich neue Antworten auf das große Rätsel.» Für die Ausstellung kooperiert das Museum MARTa mit der Städtischen Galerie in Nordhorn - dort läuft bis zum 8. Juni der Ausstellungsteil «Ad Absurdum - Zeitgemäße Apparate». Junge Künstler entwickelten für die Schau Geräte und Mechanismen, die ohne nachvollziehbare Funktion ins Leere laufen. Gerne spielt die Kunst des Absurden mit großen Werken der Vergangenheit. «PIG (Piece in Ghent)» nannte Jason Rhoades 1994 seine Installation, mit der er aus alltäglichen Materialien wie Wellblech eine verfremdete Variante des berühmten Ghenter Altars nachbaute - eingesperrt in einen Drahtgitterkasten. «Wir sitzen alle in einem Käfig», sagte Hoet. Auch wird kein Lamm geopfert, sondern ein Schwein gegessen. Die Ausstellung sei nicht spektakulär oder monumental, sie «ist eher raffiniert», betonte er. (Internet: www.marta-herford.de) |
























































