| Lindsays Kunstparade: Bizarres Spektakel in Frankfurter Innenstadt Von Max Blosche,dpa |
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| Samstag, 19. April 2008 um 19:49 Uhr | ||
Der amerikanische Klangkünstler und Musiker Arto Lindsay präsentierte seine Kunstparade unter dem Titel «I am a Man» («Ich bin Mensch»/«Ich bin ein Mann»). Gemeinsam mit Studenten der Städelschule, mit internationalen Künstlern aus verschiedenen Disziplinen und mit lokalen Gruppen hatte der Brasilianer das Spektakel im Rahmen der Reihe «Frankfurter Positionen» auf die Beine gestellt.
Auch vom schlechten Wetter ließen sich die Akteure nicht abhalten, von der Kunsthalle Portikus aus in ihren bunten Kostümen zu Fuß die teilweise kurzfristig abgesperrte Strecke bis zum Museum für Moderne Kunst in Angriff zu nehmen. Dort mündete die Parade in ein Straßenfest. Mit einiger Verspätung und vielen Scherben startete die Veranstaltung. Am Beginn des kurzen, aber ereignisreichen Zuges wurden hintereinander drei große Glasscheiben zerschlagen. In den folgenden eineinhalb Stunden erlebte das Publikum vor der Kulisse der Frankfurter Skyline ein bisweilen bizarres und absurd erscheinendes, aber sehr unterhaltsames und kurzweiliges Happening. Während am Anfang des Zuges schwarz gekleidete Menschen in einer Art Trauerprozession stoisch Bonsaibäumchen vor sich her trugen und von einer Paradeband begleitet wurden, bildete eine rot gekleidete Gruppe, die abwechselnd kollektiv weinte, grunzte oder herzhaft lachte, den Abschluss. Dazwischen schlenderten die Direktoren des Museums für Moderne Kunst, Udo Kittelmann, und der Städelschule, Daniel Birnbaum. Sie ließen sich lässig plaudernd nicht von der Cheerleader-Gruppe aus der Ruhe bringen, die zwischenzeitlich von Tänzer Richard Siegal lautstark kommandiert wurde. Mit Spannung wurde auch das «Wohlbefinden» der Roboterhunde verfolgt, die auf die Musik reagierten. Inmitten des verrückten Treibens war immer wieder Arto Lindsay zu sehen, der im zuvor angekündigt hatte, die Parade solle sich mehr oder weniger abstrakt auf den Begriff des Körpers beziehen. Gespannt und gut gelaunt wurde das Geschehen von Zuschauern jeden Alters verfolgt. Der Großteil des Publikums war augenscheinlich mit der Kunstszene vertraut. Die meisten Passanten, Autofahrer und Anwohner entlang der Strecke, die zufällig Zeugen wurden, reagierten zumeist amüsiert. Nicht ganz so lustig fanden es die Insassen eines Linienbusses, der die Alte Brücke über den Main wegen der Parade nicht passieren konnte. |
























































