| Berliner Akademie sieht Dokumentationszentrum Prora gefährdet |
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| Sonntag, 27. April 2008 um 15:21 Uhr | ||
Die Akademiemitglieder unterstützten auf ihrer Frühjahrstagung am Sonnabend eine «Rügener Resolution», in der das Dokumentationszentrum als eine «nationale Aufgabe der Geschichtsvermittlung und Aufklärung über die Schreckensherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur» bezeichnet wird. «Ohne dieses Dokumentationszentrum ist die Gesamtanlage ein sinnentleertes Tourismusziel, mit dem die Relativierung der Geschichte bewusst in Kauf genommen wird». Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte Anfang des Monats die Anlage besucht, die von den Nazis als 4,5 Kilometer lange Seebad- Ferienanlage ihrer Organisation «Kraft durch Freude» errichtet worden war. Neumann hatte eine ständige finanzielle Förderung des Dokumentationszentrums ausgeschlossen, aber Projektfördermittel innerhalb seiner Gedenkstättenförderung in Aussicht gestellt. Der Eigentümer der Immobilie will das Dokumentationszentrum auslagern und begründet dies mit dem schlechten baulichen Zustand der Anlage. Auf der Frühjahrsmitgliederversammlung der Berliner Akademie mit dem Präsidenten Klaus Staeck ging es auch um die «zunehmende Kommerzialisierung von Kultur und Medien» und um die Arbeit mit den Stipendiaten der «Jungen Akademie», die unter anderem aus Japan, Palästina, Israel, Polen, Bulgarien und Italien kommen. An der Tagung nahmen neben anderen der Schauspieler Ulrich Matthes, der Sänger Peter Schreier, die Fotografin Barbara Klemm und die Chansonsängerin und Schauspielerin Gisela May teil. Zum Abschluss ihrer Tagung am Sonntag verleiht die Akademie den Käthe-Kollwitz-Preis 2008 an den in Hamburg und Karlsruhe lebenden Maler und Grafiker Gustav Kluge. Mit dem Preis, der mit 12 000 Euro dotiert ist, zeichnet die Akademie das bisherige Gesamtschaffen des Künstlers aus. (Internet: www.adk.de) |
























































