| Neue Heimat für die Kunst: Cottbuser Dieselkraftwerk wird Museum Von Peter Jähnel, dpa |
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| Montag, 28. April 2008 um 21:27 Uhr | ||
Das ehemalige Dieselkraftwerk auf der Cottbuser Mühleninsel ist zum Kunstmuseum nach internationalen Anforderungen umgebaut worden. Fast vier Jahre haben die Sanierungs- und Umbauarbeiten in dem 80 Jahre alten Backsteingebäude gedauert, das malerisch am Amtsteich im Stadtpark an der Spree steht. Inzwischen ist der Umzug der mehr als 22 300 Kunstwerke vom alten Standort am Altmarkt zum künftigen am Rande des Stadtparks beendet. Am 8. Mai wird das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus eröffnet. Typisch für das von dem Berliner Architekten Werner Issel in den späten 1920er Jahren entworfene Kraftwerk ist die klassizistische Fassade, die sich an die norddeutsche Backsteingotik anlehnt. Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) lobt schon vor der Eröffnung: «An diesem Ort in Cottbus sind alle Voraussetzungen gegeben für eine attraktive Begegnungsstätte von Kunst und Kultur mit landesweiter Ausstrahlung. Und: «Hier wird auch ein reger Austausch mit bedeutenden Museen zeitgenössischer Kunst stattfinden.» Rund acht Millionen Euro gaben EU, Bund, Land und Stadt für die Bauarbeiten aus, die nach den Plänen des Architekturbüros Claus Anderhalten aus Berlin realisiert wurden. «Der Architekt legte großen Wert darauf, möglichst viel vom Bestand des Gebäudes zu erhalten», erläutert Museumsdirektorin Perdita von Kraft. So bieten sich den Besuchern im Innern altes Mauerwerk und eine expressionistische Farbgebung, darunter taubenblaue Türfassungen, feuerwehrrote Fensterrahmen und seegrüne Fliesen. Mit seinen Umbauplänen passte der Architekt die Energiezentrale den Anforderungen eines modernen Museums an. Jetzt sind die Werke der Malerei, Plastik, Grafik, Fotografie und Plakatkunst im klimatisierten Depot gelagert. Der Innenhof, der ein Glasdach erhielt, dient nunmehr als Haupteingang. Dort schuf der Berliner Künstler Paco Knöller mit der dauerhaften Installation von vier farbigen Eingangstüren ein an den Bau gebundenes Kunstwerk. Wichtigste Neuerung ist das «Haus-im-Haus»-Konzept im Maschinenhaus. Im Abstand von gut einem Meter zu den Außenwänden wurden zwei große Würfel aus Stahlbeton errichtet und eine Zwischendecke eingezogen, so dass drei große Ausstellungsräume entstanden. «Diese Räume haben eine konstante Temperatur und können bei Bedarf verdunkelt werden», beschreibt Direktorin von Kraft die Vorzüge. Sie leitet das Museum seit Ende 1994 und will den bewährten Kurs im neuen Domizil fortsetzen. «Unsere Sammlungstätigkeit wird sich auch künftig auf die Themen Landschaft, Raum, Natur und Umwelt konzentrieren. Für viele der Künstler Brandenburgs waren Landschaft und Raum wichtige Ansatzpunkte ihres Schaffens.» Für die Präsentation der umfangreichen Sammlungen und für Wechselausstellungen steht künftig eine Fläche von 1250 Quadratmetern bereit. Das ist fast doppelt so viel wie am alten Standort, ein ehemaliges Kaufhaus in der Einkaufsmeile Spremberger Straße. Dort war das 1977 gegründete Bezirksmuseum, aus dem 1991 die Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus hervorgingen, bald an seine Grenzen gestoßen. «Im alten Haus gab es für die Kunstwerke im Depot und im Magazin schlechte klimatische Bedingungen», erinnert sich Bernd Warchold, Fachbereichsleiter Kultur im Rathaus, und schwärmt: «Zwischen altem und neuem Standort liegen Welten.» Die Stadt hatte das Kraftwerksgebäude, das zuletzt nur noch als Werkstatt genutzt wurde, 2001 vom regionalen Energieversorger envia (später enviaM) gekauft. (Internet: www.museum-dkw.de) |
























































