| Langjähriger Picasso-Freund und Museumsgründer Arias gestorben |
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| Mittwoch, 30. April 2008 um 07:13 Uhr | ||
Als Picasso 1973 im Exil in Frankreich starb, legte der aus der Gegend von Madrid stammende Friseur dem Freund ein traditionelles spanisches Totengewand an. 35 Jahre später ist nun Arias selbst im Alter von 98 Jahren in Vallauris im Südosten Frankreichs gestorben. Aus der Zeit seiner Freundschaft mit Picasso besaß der «Barbier des Genies», wie die Zeitung «El Periódico» schreibt, eine Sammlung von Werken, die der Künstler dem Landsmann im gemeinsamen Exil geschenkt hatte. «Wenn ich diese Werke verkauft hätte, könnte ich einer der reichsten Männer in Spanien sein», sagte Arias einmal der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er verkaufte die Picasso-Geschenke aber nicht, sondern vermachte sie seinem Heimatdorf Buitrago del Lozoya nördlich von Madrid. In dem 2000-Seelen-Nest sind sie im Keller des Rathauses in dem wohl kleinsten Picasso-Museum der Welt zu besichtigen. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch eine von Picasso dekorierte Holzschachtel zur Aufbewahrung von Friseurhandwerkszeug. Dafür hatte ein Museum in Chicago dem Haarschneider einst einen Blankoscheck geboten. Aber Arias zerriss den Scheck. Die Schachtel ziert eine der ganz wenigen Brandmalereien Picassos überhaupt. Arias lehnte auch die Offerte eines Autokonzerns ab, der für zwei Barbierschalen mit Picasso-Figuren je eine Limousine geboten hatte. Sein im Dorfmuseum ausgestelltes Vermächtnis umfasst kein «Guernica», keine «Madame Z» und auch sonst keine Meisterwerke. Viele Stücke sind einfache Kritzeleien, die allein deshalb wertvoll sind, weil sie von Picasso stammen. Fast alle tragen die Widmung «Für meinen Freund Arias». Der Museumsgründer hatte im spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) gegen die Truppen des späteren Diktators Francisco Franco gekämpft und sich in Frankreich dem Widerstand gegen die deutsche Besatzung angeschlossen. In Vallauris eröffnete er 1946 einen Friseursalon und lernte dort Picasso kennen. Der Haarschneider und der Künstler - beide Spanier, Republikaner und Linke - teilten die Sehnsucht nach der Heimat. Picasso war der Trauzeuge seines Freundes, Arias nahm den Künstler bei sich auf, wenn dessen Frau ihn hinausgeworfen hatte. |
























































