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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Geburtstagstorte und später Triumph - Andy Warhol zum 80. PDF Drucken E-Mail
Freitag, 01. August 2008 um 07:09 Uhr

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Andy Warhol, Geburtstag

Als sich Andy Warhol, Sohn eines Bergarbeiters aus dem schmuddeligen Pittsburgh, vor etwa 50 Jahren in der damaligen Künstler-Hochburg New York einen Platz unter seinesgleichen zu erobern versuchte, bekam er lange die kalte Schulter gezeigt. Für Kollegen wie Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und Claes Oldenburg war er «der kommerzielle Künstler». Einer, der mit Anzeigen seinen Unterhalt verdiente und für sie sogar Preise gewann. An diesem Mittwoch (6. August) jährt sich sein Geburtstag zum 80. Mal.

Inzwischen hat Warhol sie alle überholt. Sein surreales Werk «Green Car Crash» (Green Burning Car I) aus der Serie «Death and Disaster» erzielte im vergangenen Jahr den Rekordpreis von 71,7 Millionen Dollar (heute 49,9 Millionen Euro). Das ist mehr als das Vierfache der Auktionsrekorde von Johns (17,4 Millionen Dollar) und Rauschenberg (14,6 Millionen Dollar) und weitaus mehr, als Sammler für einen Oldenburg hinblättern. Warhol ist auch der einzige Künstler aus jener Zeit, dem ein eigenes Museum gewidmet wurde.

Genau am Geburtstag der amerikanischen Pop-Art-Ikone wird im Warhol-Museum in Pittsburgh Geburtstagstorte serviert. Besucher zahlen ausnahmsweise nur 80 Cent Eintritt, um sich unter den 12 000 dort ausgestellten Werken umzuschauen. In Deutschland hatten Warhol- Anhänger erst kürzlich Gelegenheit, in die Welt des von seiner radikalen Ästhetik («Alles ist schön») geleiteten Künstlers einzutauchen. Zwei Münchner Galerien stellten im Juni und Juli parallel ihre Ausstellungen «Private Drawings of Men 1956-1957» und «Stereotypes» aus.

Warhol war es, der Alltägliches museumsreif machte. Das begann damit, dass ihn 1961 ein Kunsthändler aufforderte, genau das zu malen, was ihm am meisten bedeute. Warhol schuf Schablonenbilder von Geldstücken und von Campbell-Büchsen, deren Inhalt er jahrelang als Lunch verspeist hatte.

Doch erst jüngst werden seine Suppendosen, Dollarnoten, banalen Seifenkartons und Porträts von Promis wie Marilyn Monroe, Elvis und Mao zu Höchstpreisen versteigert. Noch vor wenigen Jahren war mit Warhols kein großes Geschäft zu machen. Da konnte Sotheby's bei seiner Frühjahrsauktion 1994 zehn von zwölf seiner Bilder nicht verkaufen, wurde für einen «Double Elvis» (1963) nicht einmal die Hälfte des Schätzpreises geboten.

In seinem Buch «Popism» beschreibt Warhol sehr anschaulich, wie er in den sechziger Jahren mühsam und mit bescheidenen Schritten die Leiter zum Erfolg erklomm. Die Autobiografie liegt schon seit Jahren in den USA vor, erscheint aber erst jetzt - zu seinem 80. - in einer deutschen Ausgabe. In ihr beichtet der Pop-Art-Papst, dass er sich von Freunden und Bekannten Ideen für seine Arbeit erbettelte und am Boden zerstört war, wenn Kollegen über das Ergebnis lachten.

Recht spannend liest sich auch, was Warhol über die private Seite seiner prominenten Wegbegleiter zu sagen hatte: Robert Rauschenberg sei «generell so enthusiastisch» und Jasper Johns ein «launischer Mensch» gewesen, Jackson Pollock ein Schlägertyp, der «einfach bei einem Autounfall ums Leben kommen musste». Schlecht kommt auch der «schwer intellektuelle» Mark Rothko davon. Er brüskierte sich auf einer der unzähligen Partys jener Tage über Warhols Anwesenheit.

Nicht so sein Kollege Dennis Hopper: «Dennis kaufte auf der Stelle eine meiner Mona Lisas» und nahm ihn (Warhol) sowie den Briten David Hockney dann zur Aufzeichnung einer seiner Fernsehshows mit nach Harlem.

Die Anfänge seiner Biografie behält Warhol für sich. Die Angaben über sein Geburtsdatum reichen vom 6. August 1927 bis zum 8. August 1931. Geburtsort ist US-Medien zufolge mal die Bergarbeiterstadt Pittsburgh, mal das vornehmere Philadelphia. Seine Eltern waren tschechischer Herkunft. Mehrere Nervenzusammenbrüche sollen den jungen Schüler Andy wochenlang im Bett gehalten und an Malbücher gefesselt haben. Neben Gemälden, Siebdrucken, Fotos und Skulpturen produziert er später 150 avantgardistische Filme, darunter «Sleep», die sechsstündige Aufzeichnung eines schlafenden Mannes.

Warhol erlag am 22. Februar 1987 im Alter von 57 Jahren im Krankenhaus einem Herzversagen nach einer unkomplizierten Operation an der Gallenblase.



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