| Roth: Arbeit der Museen durch Brückenstreit und Bau beeinträchtigt |
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| Dienstag, 05. August 2008 um 07:09 Uhr | ||
Waldschlößchenbrücke, Kunstsammlungen DresdenDas «Brückenbautheater» habe das Ansehen der Kulturstadt überregional beschädigt und damit auch die Arbeit der Museen beeinträchtigt, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen, Martin Roth, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Unser Engagement der vergangenen Jahre ist zum Teil zerstört», sagte Roth. Das sei an den Besucherzahlen zu merken. «Die Kunst hat die Stadt geadelt, das war ein Grund für die weltweite Anreise». sagte er. «Dresden stand bisher in den positiven Nachrichten, plötzlich aber in den Negativschlagzeilen, die sich schneller verbreiten.» Dresden habe eine «miese Selbstdarstellung». Erschwerend für die Kunstsammlungen komme hinzu, dass sich die Bauarbeiten am Residenzschloss und am Albertinum verzögerten. «Die gesamte Bauplanung weist große Mängel auf. Um aber für unser Publikum wieder bereit zu sein und für den Freistaat die geforderten Einkünfte zu erwirtschaften, brauchen wir dringend Planungssicherheit», mahnte Roth. «Wir können nicht immer mehr Geld verdienen müssen und gleichzeitig werden spontan und willkürlich die Eröffnungen verschoben.» Normal wäre es, dass gemeinsam geplant und dann zugesehen werde, dass die Termine gehalten werden. «Derzeit sind drei unserer Museen wegen Baumaßnahmen geschlossen. Obwohl wir dankbar für diese Investition sind, brauchen wir klare Zielvorgaben», sagte Roth. «Seit vier Jahren können wir die Gemälde von Caspar David Friedrich nicht mehr den Dresdner Kunstbesuchern zeigen und die längst geplante Eröffnung der Türkischen Cammer musste erneut verschoben werden.» Abgesehen davon müssten geplante und vorbereitete Sonderausstellungen abgesagt oder verlegt werden, wodurch zusätzlich Kosten entstünden, so für das Albertinum, die Gemälde- und Skulpturensammlung des 19. Jahrhunderts und der Moderne. «Wir müssen vier aufwendige und teuere Ausstellungen umplanen, die seit langem vorbereitet sind, auch mit renommierten Partnern.» Dazu gehöre eine große Schau der Skulpturensammlung, die gemeinsam mit dem Prado in Madrid entsteht. «Ich hoffe sehr, dass wir kurzfristig und vorübergehend im Japanische Palais Gast sein können, dies ist die einzige Chance, uns nicht zu blamieren und vor allem Geld nicht sinnlos auszugeben.» Hinsichtlich einer Fotoausstellung des Kanadiers Jeff Wall bemüht sich Roth um eine Terminverschiebung. Parallel zur Eröffnung der Türckischen Cammer war zudem eine Schau mit Gegenwartskunst aus dem türkischsprachigen Raum geplant. «Dieser dauerhafte Verzug wirft unser ganzes Programm durcheinander, macht unsere Arbeit unplanbar und teuer», ärgerte sich Roth. |
























































