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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Zwischen Hajek und Kirkeby - Kunst im Landtag - Moore verbannt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 07. August 2008 um 06:58 Uhr

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Kunst im Landtag

Sehen die Abgeordneten die Kunstwerke überhaupt noch, zwischen denen sie ihre Entscheidungen treffen? Eine neue Broschüre beweist, dass es in Baden-Württembergs Parlament eine ganze Reihe interessanter Kunstwerke gibt. Viele Arbeiten haben ihre Geschichte, waren umstritten, wurden zu Legenden. So wie die höchst umstrittene «Liegende» von Henry Moore, die zur Bundesgartenschau vor dem Landtag gelegt wurde, dann aber nach jahrelanger leidenschaftlicher Diskussion und einer wahren Odyssee vor die Staatsgalerie verbannt wurde.

«Für meinen Geschmack gehört sie wieder vor den Landtag - da passte sie hin», sagte die Kunsthistorikerin Rita Täuber, die Autorin der Broschüre «Kunst im Landtag - Ein Rundgang». Darin berichtet sie noch von anderen Kunstwerken, an die sich die Abgeordneten erst nach und nach gewöhnten. Zum Beispiel die Bronzeplastik «Pferd und Reiter» des italienischen Bildhauers Marino Marini (1901-1980). Sie musste sogar eine Probezeit überstehen.

Der Kunstbeirat hatte in den 60ern für den modernen Neubau des Landtages repräsentative Einzelkunstwerke gesucht und eine Reihe von Vorschlägen namhafter Künstler der documenta II zur Diskussion gestellt. Darunter Marinis Reiter, der damals 76 500 Mark kostete.

Der damalige Landtagspräsident Franz Gurk rief den Landtag jedoch dazu auf, sich gegen abstrakte Kunst zu wehren. Ein Reiter, der fast vom Pferd stürzt, das sich gegen eine unsichtbare Macht stemmt - «was sollte das für das Land Baden-Württemberg bedeuten, fragten sich einige Abgeordnete», sagte Täuber. Heute darf Marinis Kunstwerk im oberen Foyer die Kulisse für zahlreiche TV-Interviews geben.

Ohne Diskussionen kam auch das Stahlkunstwerk «Liniengewitter» im Tunnel zwischen Landtag und Haus der Abgeordneten nicht weg. Es brauchte eine Weile, bis die Abgeordneten den «Stuttgarter Weg» des Künstlers Robert Schad lieben lernten. Drei Monate lang hatte der damals 33-Jährige 1986 die insgesamt 136 Meter langen schwarzen Stahlstreben im Tunnel zusammengeschweißt. Von Anfang an geliebt haben die Politiker hingegen ein großes Tafelgemälde von Otto Herbert Hajek (1927-2005), das dieser ursprünglich gar nicht für den Landtag schuf - sondern für ein WDR-Wahlstudio zur Bundestagswahl 1980. Die Hommage an die Nationalfarben hing lange in Bonn und seit 2004 als Dauerleihgabe des Bundes im Foyer gleich rechts.

Kunst am Bau ist auch der geschlossene Backsteinturm des dänischen documenta-Künstlers Per Kirkeby zwischen Landtag und Abgeordnetenhaus, der heute etwas allein hinter Bäumen versteckt steht. Auch er hatte nicht nur Freunde - wurde bisweilen als «Heizkamin» bezeichnet. Mehrere Gemälde des ehemaligen Professors der Karlsruher Kunstakademie schmücken auch die Büroebene von FDP und Grünen. Die SPD-Fraktion hingegen trifft ihre Entscheidungen zwischen kühlen Aluminium-Wandreliefs des Stuttgarter Künstlers Jürgen Mack.

Der Grafiker Otto Mindhoff schuf zudem die Wandpanoramen «Homotop» und «Technotop» über das Verhältnis von Mensch und Natur sowie von Mensch und Technik. Die CDU-Fraktion hat sich für das dreigeteilte, an Kirchenfester erinnernde Glasbild des Karlsruher Künstlers und Theologen Emil Wachter entschieden. Der Titel: «Freiheit und Chaos».



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