| Arp Museum mit neuem Direktor und höherem Etat |
|
|
|
| Donnerstag, 07. August 2008 um 07:00 Uhr | ||
Oliver Kornhoff, Arp Museum RolandseckDer 39 Jahre alte Kunsthistoriker sowie die neu gegründete «Landesstiftung Arp Museum» sollen das Museum in die «Erste Liga der deutschen Kunstmuseen» führen, sagte der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig (SPD) am Mittwoch in Remagen-Rolandseck bei Bonn. «Kornhoff hat uns ausnahmslos überzeugt», sagte Hofmann-Göttig, der zum Vorstandsvorsitzenden der Stiftung gewählt wurde. Kornhoff tritt zum 1. Januar 2009 die Nachfolge von Klaus Gallwitz an. Zudem sollen die Landesmittel des Hauses um zwei Millionen Euro aufgestockt werden. Kornhoff wurde 1969 in Köln geboren und studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie in Köln, Florenz und Freiburg. Dort promovierte er über die Skulpturen der «Brücke»-Künstler Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel. Er wurde für zunächst fünf Jahre benannt. Das Land Rheinland-Pfalz will dem Museum mit einer finanziellen Aufstockung um zwei Millionen Euro insgesamt rund 3,7 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Vor der Eröffnung des Hauses vor einem Jahr gab es lange Querelen zwischen dem Land und dem privaten Arp Verein, die das Museum ursprünglich gemeinsam leiten wollten. Das Land hatte dem Verein im vergangenen Herbst die Zusammenarbeit aber gekündigt mit der Begründung, der Verein habe Kunstwerke illegal verkauft, die eigentlich als Dauerleihgabe für das Museum vorgesehen waren. Der Verein bestritt dies und drohte mit einer Auseinandersetzung vor Gericht. Überraschend kam es dann vor einem Monat zu einer außergerichtlichen Einigung. Das Land Rheinland-Pfalz führt das Museum nun in alleiniger Verantwortung. «Alle rechtlichen Auseinandersetzungen der Vergangenheit sind beendet, wir gehen nunmehr absolut getrennte Wege», sagte Hofmann-Göttig am Mittwoch, wollte aber zugleich «keinen Leihgeber grundsätzlich ausschließen», auch nicht den Arp Verein. Das Museum selbst besitzt 404 Werke des deutsch-französischen Bildhauers und Malers Hans Arp (1886-1966). Neben Werken des Malers und seiner Frau Sophie Taeuber-Arp werden in dem Museum Wechselausstellungen mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler gezeigt, wie etwa derzeit von Anselm Kiefer. |
























































