| Rheinland-Pfalz verhandelt über Kunstsammlung für Arp-Museum |
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| Freitag, 08. August 2008 um 07:11 Uhr | ||
Sammlung Gustav Rau, Arp-MuseumDabei handelt es sich nach dpa-Informationen vom 07.08.2008 um die Sammlung des Stuttgarter Arztes Gustav Rau. Er hatte sie vor seinem Tod 2002 dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) vermacht. Zum Kernbestand gehören Gemälde von Lucas Cranach, El Greco, Pierre-August Renoir, Edgar Degas, Claude Monet und Paul Cézanne. Das rheinland-pfälzische Kulturministerium in Mainz äußerte sich nicht dazu. Mehrere Medien hatten am 07.08.2008 ebenfalls über die Verhandlungen berichtet. Im Arp-Museum in Remagen sind derzeit unter anderem Werke des deutsch-französischen Bildhauers und Malers Hans Arp (1886-1966) zu sehen. UNICEF darf die Kernbestände der Sammlung Rau, deren Wert auf insgesamt mehrere hundert Millionen Euro geschätzt wird, nicht vor 2026 verkaufen. Gegenstand der Verhandlungen mit Rheinland-Pfalz ist nun, sie bis zu diesem Zeitpunkt im Arp-Museum der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Gespräch ist nach dpa-Informationen auch, dass der scheidende Museumsdirektor Klaus Gallwitz (Jahrgang 1930) sich auf der Basis eines neuen Kuratorenvertrags um die Sammlung Rau kümmert. Die rheinland-pfälzische SPD-Landesregierung hatte sich nach jahrelangen Querelen vom privaten Arp-Verein als Mitbetreiber des Museums getrennt. Dieser besitzt aber viele Arp-Werke, die nun entgegen früherer Planung vorerst nicht in der 33 Millionen Euro teuren Kultureinrichtung gezeigt werden. Kritiker beklagen daher, dass das 2007 im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnete Museum am Rhein teils leer sei. Zudem sind Teile des Neubaus für Skulpturen konzipiert worden, nicht aber für Gemälde früherer Jahrhunderte. Hinzu kommt, dass verschiedene Stiftungen den Besitzanspruch von UNICEF auf die Sammlung Rau anzweifeln. Verschiedene Gutachter bewerten die Geschäftsfähigkeit des Mediziners bei Änderungen an seinem letzten Testament unterschiedlich. Noch beschäftigt sich das Nachlassgericht Konstanz mit dem Rechtsstreit. Am Mittwoch, dem 06.08.2008, hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung bekanntgegeben, dass der 39-jährige Kunsthistoriker Oliver Kornhoff am 1. Januar 2009 Gallwitz' Nachfolge antritt und neuer künstlerischer Leiter des Arp-Museums wird. Kornhoff war bislang stellvertretender Leiter der Kunsthalle in Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. Obendrein will das Land Rheinland-Pfalz dem Arp- Museum mit einer Aufstockung um zwei Millionen Euro künftig insgesamt rund 3,7 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. |
























































