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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Kölner Museum zeigt wiederentdeckten Meister der Fotomontage PDF Drucken E-Mail
Samstag, 09. August 2008 um 09:19 Uhr

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John Heartfield, Helmut Herzfeld, Fotomontage

Das Museum Ludwig in Köln zeigt nun in einer Ausstellung, dass es in den 30er Jahren noch einen anderen Meister der politischen Fotomontage gab, den Dänen Jacob Kjeldgaard (1884-1964). Unter dem Pseudonym Marinus veröffentlichte er in der Pariser Zeitung «Marianne» von 1932 bis 1940 mehr als 250 Fotomontagen, die zum Teil deutlich von Heartfield inspiriert waren, wie die Ausstellung von diesem Samstag bis zum 19. Oktober dokumentiert.

Während Heartfield ein Begriff ist, galt der Fotomonteur der «Marianne» bis vor kurzem als unbekannt. Erst 2007 erfuhr die dänische Öffentlichkeit durch eine Ausstellung in Aalborg, dass sich Kjeldgaard dahinter verbarg. «Eine Sensation», meint Bodo von Dewitz, Leiter der fotografischen Sammlungen am Museum Ludwig. Nur weil Kjeldgaard konsequent im Hintergrund blieb, konnte er die deutsche Besatzung Frankreichs überleben.

Marinus zeigte Hitler mal als King Kong, mal als Anstreicher oder Blinden aus einem Bruegel-Bild. Vor allem in den dramatischen Jahren 1939 und 1940 arbeitete er auf Hochtouren. Mit beißendem Spott kommentierte er Hitlers Expansionspolitik, verschonte dabei aber auch westliche Politiker nicht, die den Diktator so lange gewähren ließen.

Anders als der Kommunist Heartfield durchschaute Marinus auch Stalin als erbarmungslosen Schlächter. Der nach Frankreich emigrierte Däne erreicht nicht ganz die Qualität der besten Arbeiten Heartfields, ist aber auf jeden Fall als bedeutende Entdeckung einzustufen. Bewundernswert sind seine politische Weitsicht, sein Witz und Ideenreichtum.

Aber auch die Technik verblüfft. Heute müsste man am Computer noch lange tüfteln, um die entsprechenden Gesichter in die Hintergrundbilder zu kopieren, doch Marinus erledigte das alles mit Schere und Kleber. Und am Ende sieht es perfekt aus. Dafür muss er ein großes Archiv an ausgeschnittenen Hitler-Köpfen besessen haben, um immer gerade den passenden Gesichtsausdruck, die richtige Größe und Haltung zur Hand zu haben. Was für ein Mensch er gewesen ist, bleibt - vorerst - ein Rätsel. Eine unscharfe Aufnahme zeigt einen zutiefst bürgerlichen Herrn mit Hut, Krawatte, Mantel, der ungeduldig darauf wartet, dass der Fotograf - sein Neffe - endlich abdrückt.



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