| Roswitha Haftmann-Preis 2009 geht an Malerin Vija Celmins |
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| Dienstag, 12. August 2008 um 06:43 Uhr | ||
Vija Celmins, Roswitha Haftmann-PreisDie mit 150 000 Schweizer Franken (rund 92 000 Euro) dotierte Auszeichnung ist nach Angaben der gleichnamigen Stiftung der höchstdotierte Kunstpreis Europas. Celmins, die 1938 im lettischen Riga geboren wurde und heute in New York lebt, verstehe es meisterhaft, «die Stärken eines jeden Mediums für sich einzusetzen», teilte das Kunsthaus Zürich, Mitglied des Stiftungsrats, am Montag mit. Die Malerin werde den Preis im Mai 2009 bei einer Feierstunde im Kunsthaus entgegen nehmen. Celmins male mit Öl auf Leinwand und mit Kohle auf Papier, und ihre gegenständlichen Motive seien «nicht immer frei von Gewalt». Vor allem ihre Arbeiten aus den 60er Jahren reflektierten eine «von Krieg und innenpolitischen Aggressionen destabilisierte Welt», hieß es. Zu den Motiven zählten eine Schusswaffe an einem ausgestreckten Arm und ein brennender Mann, der aus einem Auto steigt. In den vergangenen Jahren habe sich die Künstlerin verstärkt der Natur zugewandt. Nächtliche Himmelsimpressionen oder Spinnennetze würden mit Fotogravurtechnik abstrahiert und «lösen den Betrachter aus der unmittelbaren Gegenwart heraus». Celmins ist nach Maria Lassnig und Mona Hatoum die dritte Künstlerin, die die Auszeichnung erhält. Weitere Preisträger waren etwa Jeff Wall, das Schweizer Künstler-Duo Peter Fischli und David Weiss sowie zuletzt der schottische Videokünstler Douglas Gordon. Der Roswitha Haftmann-Preis geht auf eine Stiftung der gleichnamigen Zürcher Galeristin (1927-1998) zurück. Haftmann hatte verfügt, lebende Künstler mit einem «namhaften Betrag» zu ehren. Seit 2001 wird der Preis alle ein bis drei Jahre verliehen. |
























































