| Kupferstich-Kabinett gibt Einblicke in Reservoir der Meisterwerke |
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| Dienstag, 12. August 2008 um 06:57 Uhr | ||
Kupferstich-Kabinett DresdenPrächtig sind auch die Exponate des Kupferstich-Kabinetts, allerdings in edlen Holzschränken verborgen. Das Reservoir der Meisterwerke umfasst mehr als eine halbe Million Stücke - aus acht Jahrhunderten, in fast 450 Jahren zusammengetragen. «Die hohe Qualität und Einzigartigkeit der Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Radierungen, Lithographien, Kupferstiche, illustrierten Bücher, Mappenwerke und Fotokunst machen den exzellenten Ruf des Kupferstich- Kabinetts aus», sagt Direktor Wolfgang Holler. Arbeiten von rund 22 000 Künstlern bieten «unendlich viele überraschende Entdeckungen». Das Museum sei ein «lebensvoller, spannender Ort», in der Präsentation leider räumlich begrenzt. Mit einer neuen Ausstellungsreihe will Holler nun vom Herbst an mehr Einblicke in die Sammlung gewähren. Deren Bogen spannt sich von der ersten inventarisierten Zeichnung eines italienischen Künstlers um 1390 bis zur jüngsten Erwerbung, einer Schenkung mit 40 Zeichnungen von Christian Rohlfs aus dessen Nachlass. Als «Museum der Meisterwerke» erlaubt das weltweit zu den führenden Sammlungen gehörende Kabinett ein detailliertes Studium bedeutender Künstler von Schongauer und Dürer über Correggio, Rembrandt und Rubens bis zu Toulouse-Lautrec, Picasso und Gerhard Richter. Neben der alten kostbaren Sammlung wächst seit Jahren auch der Anteil moderner Kunst, der ein Viertel des Bestandes ausmacht. Mit der «Brücke» beginnend, umfasst er Zeichnungen, grafische Blätter und Fotografien des 20./21. Jahrhunderts. «Das sind sicher mehr als 120 000 Werke», sagt Holler. Auch die Gegenwartskunst sei gut vertreten, etwa mit Zeichnungen, grafischen Werken und Mappen, darunter die berühmte Adler-Mappe von 1975, von Georg Baselitz. «Lücken haben wir vor allem in der US- und der westeuropäischen Kunst.» So fehlten hochrangige Beispiele von Jasper Johns der Roy Lichtenstein. Die Minimal Art dagegen kann nach einer umfangreichen Stiftung mit Werken von Fred Sandback durch eine Dresdner Mäzenin exemplarisch dargestellt werden. Durch weitere Vermächtnisse gelangten Werke von Barlach, Feininger, Klee, Nolde, Dix, Picasso, Kandinsky, Lissitzky oder Hans Theo Richter ins Kabinett. Ein wichtiger Schwerpunkt liege bei Nachkriegspositionen wie Hans Hartung, Antoni Tàpies oder Eduardo Chillida. «Keiner in Deutschland hat so eine schöne Graphik-Sammlung von Asgar Jorn», schwärmt Holler. Zu finden sind natürlich auch Werke von Dresdner Künstlern wie Hermann Glöckner, Gerhard Altenbourg, Max Uhlig oder Eberhard Göschel. «Das reicht bis in die jüngere Generation zu Weischer, Brokof oder Havekost. Von Thomas Scheibitz besitzt das Kabinett bereits 25 Zeichnungen». Sehenswert sind auch die Bestände an nichtoffizieller osteuropäischer Kunst ebenso wie die Künstlerische Fotografie mit Arbeiten von Evelyn Richter oder Candida Höfer. |
























































