| Erneut Vandalismus am verhüllten Chemnitzer Marx-Monument |
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| Mittwoch, 13. August 2008 um 06:42 Uhr | ||
Marxmonument, VandalismusIn der Nacht zum Dienstag zerschnitten sie die Planen des weißen Würfels um das Monument, wie die Polizei mitteilte. Anschließend drangen die Täter ins Innere ein und demolierten zwei große Lautsprecher, aus denen sonst tagsüber in Endlos-Schleife Marx' Werk «Das Kapital» zu hören ist. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Bereits Ende Juni hatten Unbekannte an der Kunstinstallation gewütet. Die vermutlich jugendlichen Täter wurden diesmal bei der Tat beobachtet. Doch die Polizei kam nach einem Notruf zu spät. Die Ermittler erkannten Parallelen zur ersten Tat in der Nacht nach dem Finale der Fußball-Europameisterschaft. Auch damals hatten die Täter Planen zerschnitten und Audio-Türme beschädigt. «Das war reiner Vandalismus», sagte eine Mitarbeiterin am Dienstag. Das Kunstprojekt soll trotzdem wie geplant bis Ende August geöffnet bleiben. Allerdings müssen die Besucher nun auf das «Kapital»-Hörbuch verzichten. Die Initiatoren denken sogar über eine Verlängerung nach, hieß es. Seit der Eröffnung vor knapp zwei Monaten besuchten rund 7500 Menschen den verhüllten Marx. Mit dem «Temporary Museum of Modern Marx» wollen Kunststudenten aus dem sächsischen Schneeberg und dem österreichischen Linz zum Nachdenken über Marx anregen. Das riesige Bronze-Denkmal wurde 1971 in Chemnitz, das damals Karl-Marx-Stadt hieß, fertiggestellt. Es gilt bis heute als Wahrzeichen der Industriestadt. Der Koloss ist ein Werk des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel (1917-2003). (Internet: www.marxmonument.de) |
























































