| Gotha erinnert an Rückkehr der Kunstsammlungen aus Sowjetunion |
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| Mittwoch, 13. August 2008 um 06:51 Uhr | ||
Gotha, Kriegskunst, Kunst, SowjetunionUnter den 62 Gemälden, die vor 50 Jahren zurückgegeben wurden, sind das berühmte «Gothaer Liebespaar» eines unbekannten altdeutschen Meisters, Werke von Rubens, Bruyn und den beiden Cranachs, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Es folgten 1958/1959 wertvolle Stücke der antiken und ägyptischen Sammlungen sowie Münzen und Medaillen. Bereits 1957 waren 330 000 Bücher der Herzoglichen Sammlung aus der UdSSR in die ehemalige Thüringer Residenzstadt zurückgekommen. In Gotha wie auch in Dresden, Berlin, Potsdam, Leipzig oder Dessau hatte nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Trophäenkommission der Roten Armee Zehntausende Kunstobjekte beschlagnahmt, verpackt und in Museen und Archive der Sowjetunion gebracht. Die Sowjetunion sah die Mitnahme der Kunstwerke als Schadensersatz für die nicht wieder gut zumachenden Verluste an, die Hitler-Deutschland über die Völker der Sowjetunion gebracht hatte. 1957 vereinbarten die DDR und die UdSSR, gegenseitig Kunstwerke zurückzuführen. 1,5 Millionen Objekte traten im August 1958 den Heimweg nach Deutschland an. In spektakulären Ausstellungen in Leningrad, Moskau und Berlin wurde eine Auswahl davon gezeigt. Die Stiftung verstehe die Ausstellung auch als Dankeschön für die Rückgabe, sagte Sprecher Roland Krischke. Es seien jedoch noch nicht alle Objekte aus russischen Depots zurückgekehrt. Nachweislich seien 35 Gefäße und Terrakotta-Figuren aus dem Altertum im Puschkin-Museum der Bildenden Künste in Moskau. Der kunsthandwerkliche Bestand der Kunstkammer - Gold- und Silberschmiedeobjekte, Gläser sowie Arbeiten aus Elfenbein, Bernstein, Edel- und Halbedelsteinen - war komplett beschlagnahmt worden. Ein Teil davon befindet sich nach den Angaben noch in der Eremitage in Sankt Petersburg. Gotha besitze nur noch rund 40 Prozent des bis Ende des Zweiten Weltkriegs nachweisbaren Bestands. Allerdings habe die Sammlung bereits in den Kriegswirren und während der amerikanischen Besatzung schmerzhafte Verluste erlitten. (Internet: www.stiftungfriedenstein.de) |
























































