| Sonderausstellung in Gotha zeigt zurückgekehrte Beutekunst |
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| Donnerstag, 14. August 2008 um 07:34 Uhr | ||
Beutekunst, SowjetunionVon den mehr als 150 Gemälden, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Richtung Moskau abtransportiert wurden, kehrten vor 50 Jahren 62 Werke aus der Sowjetunion zurück. Dazu gehören das berühmte «Gothaer Liebespaar» eines unbekannten Meisters, Werke von Rubens, Bruyn und den beiden Cranachs. Die kleine Sonderschau beschäftigt sich auch mit den Hintergründen der Beschlagnahme der Kunstschätze durch die Trophäenkommission der Roten Armee. Sie ist bis zum 16. November 2008 zu sehen. Neben den Gemälden und Plastiken werden auch ehemalige Beutekunst-Stücke der antiken und ägyptischen Sammlungen und der herzoglichen Kunstkammer und der Münzsammlung gezeigt. Der Besucher bekommt dabei einen Eindruck, wie leer die Ausstellungsräume zehn Jahre lang waren. Die ehemaligen herzoglichen Sammlungen Gotha hatten wie auch Museen, Bibliotheken und Archive in Dresden, Berlin, Potsdam, Leipzig und Dessau durch den Abtransport schmerzhafte Verluste erlitten. Nicht alle Kunstschätze kamen nach einer Vereinbarung zwischen der UdSSR und der DDR 1957 wieder an ihre angestammten Plätze zurück. Von vielen Objekten ist der jetzige Aufenthalt in Museen in Moskau oder Sankt Petersburg bekannt. Darunter ist auch ein prachtvoller Willkommenspokal in Form eines Hirsches des Augsburgers Melchior Bayer um 1590. Die Stiftung Schloss Friedenstein ist Mitglied der «Initiative Deutsch-Russischer Museumsdialog», die sich um die Zusammenarbeit von Museen beider Länder und insbesondere um eine Lösung der Beutekunst auf fachlicher Ebene bemüht. (Internet: www.stiftungfriedenstein.de) |
























































