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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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«Spiegel»: Streit um Rückgabe von Picasso-Gemälden an jüdische Erben PDF Drucken E-Mail
Montag, 18. August 2008 um 06:53 Uhr

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Rückgabe, Picasso- Gemälde, Paul von Mendelssohn- Bartholdy

Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet, fordern die Erben von zwei New Yorker Museen die Rückgabe der je rund 200 Millionen Dollar teuren Gemälde. Das Museum of Modern Art (MoMA) und das Guggenheim- Museum hätten die Forderungen allerdings abgelehnt und eine Klage gegen den Sprecher der Erben, den Potsdamer Historiker Julius Schoeps, angestrengt. Bei den Werken von Pablo Picasso (1881-1973) handele es sich um «Junge mit Pferd» und «Die Mühle von La Galette».

«Der Spiegel» zitiert Schoeps mit den Worten: «Es geht uns um Gerechtigkeit.» Der Fall werde demnächst vor einem Gericht in New York verhandelt. Die Erben des jüdischen Bankiers vertreten dem Bericht zufolge die Ansicht, Paul von Mendelssohn-Bartholdy habe sich während des Nationalsozialismus «verfolgungsbedingt» von den Gemälden trennen müssen. Schoeps war für eine Stellungnahme am Samstag zunächst nicht erreichbar.

Die Bilder gehörten zu der umfangreichen Kunstsammlung des Bankiers Mendelssohn-Bartholdy, der sie vor seinem Tod 1935 an den jüdischen Kunstsammler Justin K. Thannhauser verkaufen ließ. Der «Junge mit Pferd» wurde 1964 von einem späteren Besitzer dem MoMA gespendet und gehört zu den bekanntesten Bildern der renommierten Sammlung. Thannhauser selbst vermachte die «Mühle» zusammen mit einer Reihe anderer Gemälde dem Guggenheim-Museum.

Bereits 2006 hatte ein Streit von Schoeps um ein anderes Picasso- Gemälde für Schlagzeilen gesorgt. Damals zog das Auktionshaus Christie's angesichts einer drohenden Klage des Historikers das schätzungsweise 60 Millionen Dollar teure «Porträt des Angel Fernandez de Soto» (1903) in letzter Minute von einer Versteigerung zurück. Die «New York Times» hatte Ende 2007 berichtet, dass ein US- Bundesrichter Schoeps Klage abgewiesen habe.

(Der «Spiegel»-Beitrag lag dpa in redaktioneller Fassung vor.)



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