| Hackert-Ausstellung in Weimar- Landschaftsmaler der Goethe-Zeit |
|
|
|
| Donnerstag, 21. August 2008 um 20:32 Uhr | ||
Jakob Philipp Hackert, Weimar, AusstellungDie Klassik Stiftung Weimar zeigt mit 80 Gemälden und 120 Gouachen, Aquarellen und Zeichnungen die bisher größte Retrospektive des Künstlers. Als Hofmaler des sizilianischen Königreiches prägte er mit seinen Küsten- und Flusslandschaften, Paraden und Jagdszenen das Bild der mediterranen Landschaft, sagte Kurator Hermann Mildenberger am Donnerstag. Die erste Retrospektive Hackerts in Deutschlands ist von Sonntag an bis zum 2. November im Neuen Museum und im Schillermuseum zu sehen. Vom 28. November bis 15. Februar 2009 zeigt die Hamburger Kunsthalle die Schau. Gezeigt werden neben Werken aus den Beständen der Klassik Stiftung und der Hamburger Kunsthalle Leihgaben aus Italien, Großbritannien, Russland und weiteren deutschen Sammlungen. Italienreisende aus aller Welt, darunter deutsche Künstler, englische Adlige und fürstliche Auftraggeber wie die russische Zarenfamilie verbreiteten seine Werke in ganz Europa. 1811 festigte die von Johann Wolfgang von Goethe veröffentlichte Biografie den Ruf Hackerts als herausragender Landschaftsmaler. In einem Brief an Schiller bezeichnete er Hackerts Arbeiten als «Gipfel der Kunst». Die Romantiker lehnten den Maler ab. Dennoch sind ihre späteren Kunstwerke ohne Hackert undenkbar. Sie nutzten nach Angaben von Mildenberger seine «Postkartenmotive» und stülpten ihnen ihre Seelensicht über. «Hackert war ein Perfektionist der Malerei, der Komposition und Stilisierung.» Er sei überaus fleißig und auch geschäftstüchtig gewesen. Etwa 3000 Arbeiten sind nach Angaben des Hamburger Kurators Andreas Stolzenburg weltweit erhalten. Während Hackert in Italien hohe Bekanntheit genoss, war er in Deutschland lange Zeit fast vergessen. Erst seit den 1960er Jahren gibt es eine Hackert-Renaissance. (Internet: www.klassik-stiftung.de) |
























































