| Zeitgenössische Künstler zeigen ihre Visionen zum Thema «Unstern» |
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| Sonntag, 24. August 2008 um 13:19 Uhr | ||
Kunst, Unstern, Kunstfest WeimarSie setzen sich auf 300 Quadratmetern in der ACC-Galerie hintergründig, schräg, ohne Illusionen, aber auch voller Optimismus mit den alten astrologischen Fantasien des Unsterns auseinander. Franz Liszts dreisprachiger Originaltitel seines späten Klavierstückes «Unstern.Sinistre.Disastro» gibt der Sonderschau den Namen. Sie verwandelt das Renaissancegebäude am Stadtschloss bis zum 2. November in ein nahezu auswegloses Kunst-Labyrinth. Vielfältige Redewendungen haben bis in die heutige Zeit die angebliche Bedeutung der Sterne für das Schicksal des einzelnen oder der Menschheit bewahrt. Unter keinem guten Stern stehen, assoziiert Verderben und Unglück. Sein Stern sinkt, heißt es bei einem Menschen, der in Ungnade gefallen ist oder dessen Popularität schwindet. Der «Unstern» kann eine Naturkatastrophe oder von Menschenhand gemacht sein. «Der Unstern ist im übertragenen Sinn die Erde, die der Mensch dabei ist, zu zerstören», sagte Kurator Frank Motz. Der Kampf ums Wasser im 21. Jahrhundert ist ebenso Thema wie das Leben der Millionen Wanderarbeiter im Reich der Mitte, das ein chinesischer Künstler in einem Klagelied besingt. Das Weimarer Kunstfest war am Freitagabend mit dem Konzert «Gedächtnis Buchenwald» eröffnet worden. Bis zum 14. September stehen mehr als 50 Konzerte, Ausstellungen, Tanz, Theater und Lesungen auf dem Programm. In diesem Jahr erhielt der Mäzen John Michael McKenzie eine Ehrenmitgliedschaft, der das Kunstfest mit einer namhaften Spende unterstützt habe. (Internet: www.kunstfest-weimar.de) |
























































