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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



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Kunst & Kultur

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Pablo Wendel - Viel mehr als nur der Terrakotta-Krieger PDF Drucken E-Mail
Freitag, 05. Dezember 2008 um 07:22 Uhr

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Pablo Wendel, Künstler


Obwohl der Student der Stuttgarter Kunstakademie noch ziemlich am Anfang seiner Künstler-Laufbahn steht, hat er sich bereits einen Namen gemacht, der trägt. Als er sich 2006 verkleidet unter die traditionelle chinesische Terrakotta-Armee mischte, ist er über Nacht berühmt geworden. Der Blitzstart mit dem medienwirksamen Schelmenstreich hat allerdings zwei Seiten. Die gute: «Mir stehen heute viele Türen offen», sagt der 28-Jährige. Die schlechte: er werde leicht auf das eine Projekt reduziert.

Wer meint, Künstler seien «schräge Vögel», wird sein Klischee bei ihm überdenken müssen. Der gebürtige Schwabe sieht aus wie der nette Junge von Nebenan. Und genauso verhält er sich auch. Er ist natürlich und offen, ohne eine Spur von Affektiertheit. Seiner Kreativität tut dies keinen Abbruch. Mal vereist er einen Kaktus, dann lässt er einen Fisch am Wetterballon gen Himmel aufsteigen oder hängt einen Sessellift an französische Hochspannungsleitungen.

Die meisten «Experimente», wie er sie nennt, könnten unter der Überschrift Natur und Technik laufen. Er selbst verfolgt sie jedes Mal mit großer Neugier. Und gerät nicht selten ins Grübeln. Dann fragt er sich zum Beispiel: «Was mag der Fisch gedacht haben, als er abhob?» Oder: «Wo käme man wohl an, wenn man mit diesem Lift durchs europäische Stromnetz fahren würde?» Bei dem Terrakotta-Projekt reizte ihn, zu sehen, wie die echte chinesische Armee wohl mit dem falschen Krieger umgehen würde.

Wendels neueste Arbeit heißt «Schmarotzer». Mit Solarzellen hat der Künstler den Strom von Leuchtreklamen in der Marienstraße abgezapft, ihn durch ein Geflecht von Kabeln in seinen Schauraum geleitet und damit eine Glühbirne betrieben. Ein Projekt mit «spannenden Aspekten». Dazu zählt er den «Stromklau», die «Zensur» durch den schwarzen Balken - sprich die Rückseite der Solarzellen - und die Tatsache, dass die Anlieger ihre Umgebung neu erfahren haben.

Kabel und Solarzellen wurden gesponsert. «Wie gesagt: Der Name hilft.» Er räumt aber auch ein, dass diese Form der experimentellen Kunst ziemlich brotlos ist. «Seinen Lebensunterhalt kann man damit nicht verdienen.» Nur wenn es ihm gelänge, ein paar der Solarzellen zu signieren und zu verkaufen, komme vielleicht ein bisschen Geld wieder rein. Überhaupt sei Kunst auch eine Menge Verwaltungskram, sagt er, und zeigt fast verlegen auf die Papierstapel in seinem Atelier. Ohne Briefe keine Sponsoren, ohne Sponsoren weniger Kunst.

Die Entschlusskraft, mit der er zu Werke geht, hat ihm den Respekt seines Professors Christian Jankowski eingebracht: «Pablo hat vielschichtige Ideen, die er mit sehr viel Wucht durchzieht, egal welcher Aufwand es ist», sagt dieser über den Newcomer. Er besitze eine Hartnäckigkeit, die man einfach brauche in dem Beruf. «Zu sehen, wie er damit Erfolg hat, ist toll. Dafür mache ich diesen Job.»

Wendels Entscheidung, Künstler zu werden, ist langsam gereift. Schon in der Jugend hat er aus Holz, Stein und Metall Skulpturen gemacht. Es folgte früh eine Ausbildung als Steinbildhauer, und fast genauso früh die Erkenntnis: «Das war mir einfach zu wenig. Ich brauchte mehr Zeit und Beschäftigung mit mir selbst.» Der Entschluss zum Studium war für ihn «ein Sprung ins kalte Wasser», denn ihm war durchaus bewusst, dass er ein finanzielles Risiko eingeht.

Heute steht er ein Jahr vor dem Abschluss und hat die Entscheidung noch kein bisschen bereut. Seine frühen Arbeiten betrachtet er mittlerweile eher kritisch. «Der Begriff der Kunst verändert sich halt.» Doch seine Ausbildung komme ihm bei den neuen Projekten oft zugute. «Ich weiß, wie man die Dinge angehen muss - das ist ein echter Vorteil.» Was der überzeugte Stuttgarter an seiner Arbeit liebt? Die vielen Reisen, zum Beispiel, und das ständig Neue, sagt Wendel. Gleichzeitig betont er die Bedeutung seiner Kindheit auf der Alb: «Man braucht ein Idyll.» Er klammere sich eben gern an etwas, habe aber immer versucht, das aufzubrechen: «Der Prozess muss dynamisch bleiben.»


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