| Entwarnung für Mittelalter-Malerei zur Iwein-Sage in Schmalkalden |
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| Dienstag, 09. Dezember 2008 um 07:09 Uhr | ||
Mittelalter-Malerei, Iwein-Sage, SchmalkaldenRechtzeitig vor dem Winter konnte der mit Salzen und Feuchtigkeit stark belastete Putzuntergrund mit einem speziellen Mörtel stabilisiert werden. Seit 2007 seien die hohl liegenden Putze damit hinterfüllt und die äußerst empfindliche Malerei gesichert worden, teilte das Landesamt für Denkmalpflege am Montag in Erfurt mit. Die vermutlich um 1220/1230 entstandenen 26 Szenen gelten als die einzige hochromanische Wandmalerei nördlich der Alpen über Iwein, Ritter an der Tafelrunde von König Artus. Sie entstand in Anlehnung an das Epos von Hartmann von Aue - Zeitgenosse der Minnesänger Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach. Die Kalk-Secco-Malerei eines unbekannten Künstlers wurde Ende des 19. Jahrhunderts in dem ehemaligen Verwaltungssitz des hessischen Landgrafen entdeckt. Der Zyklus war jedoch durch die Nässe in dem heutigen Kellerraum akut gefährdet. Seit 2005 wurden mit Geld des Freistaates Thüringen in einem interdisziplinären Projekt Gefährdung und Rettungswege analysiert. Zur Reduzierung der hohen Feuchtigkeit in den Mauern und der schädigenden gelösten Salze seien in den kommenden Jahren weitere kostenintensive Arbeiten vonnöten, hieß es. Schwerpunkte sind laut Denkmalamt unter anderem die Klimatisierung der Räume und Desinfektion der mit Pilzen befallenen Oberflächen. Erst nach Abschluss der Konservierung können Restauratoren Abbruchkanten im Putz angleichen oder Putze ergänzen und eintönen. Aufgrund des problematischen Klimas wird der Iwein-Keller auch nach der Konservierung kaum für die Öffentlichkeit zugänglich sein. |
























































