| Caspar David Friedrich ganz nah - Bildweg auf den Spuren des Malers |
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| Donnerstag, 11. Dezember 2008 um 07:17 Uhr | ||
Caspar David FriedrichIm Taufregister der Kirche findet sich noch heute der Eintrag über dessen Geburt: «September den 7ten des Lichtgießers Friedrichs ehel. Sohn Caspar David.» Unweit von St. Nikolai steht die Jacobikirche, die Caspar David Friedrich mehrfach skizzierte; in den Kellerräumen der elterlichen Seifengießer- Werkstatt wird heute an das Handwerk seines Vater erinnert. Im Pommerschen Landesmuseum hängen berühmte Originale des Malers. Die Spuren Friedrichs, ob als Lebensstationen oder - wie die Klosterruine Eldena - als inzwischen weltbekannte Motive seiner Werke, sind noch heute in der Hansestadt zu finden. Seit Mittwoch können Besucher einem Bildweg durch die Hansestadt folgen. Drei von 15 Stationen wurden eröffnet, weitere elf sollen bis Weihnachten folgen. Im Frühjahr wird die letzte Station im Stadtteil Eldena auf einem dann fertiggestellten Deich eröffnet. Früher, zu Friedrichs Zeiten, lief hier der Fluss Ryck in einem Delta aus. In seinem Gemälde «Küstenlandschaft in der Dämmerung» von 1816/1818 hat Friedrich dieses Motiv verarbeitet. «Mit dem Bildweg wollen wir Friedrich vor allem den Touristen näherbringen», sagt die Kunstprofessorin und Vorsitzende der Greifswalder Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, Dagmar Lißke. Die Informationstafeln leuchten in auffälligem Rot. Faltblätter und Informationshefte - zunächst in einer Auflage von 5000 Stück - sollen Orientierungshilfe bei den Friedrich-Rundgängen geben. Die Informationen entsprächen dem neuesten Forschungsstand, erklärt Lißke. «Dabei wollen wir Leben, Werk und Wirkungsgeschichte als Einheit dokumentieren.» Bei der Auswahl der Standorte hat sich die Friedrich-Gesellschaft an Skizzen Friedrichs, seinen «authentischsten Arbeiten», orientiert. Bekanntlich montierte Friedrich erst später im Atelier diese Motive zu neuen Bild- und Symbolwelten zusammen. Der Landestourismusverband begrüßt die Aktivitäten in Greifswald, sieht aber durchaus noch Potenzial in der touristischen Vermarktung der Geburtsstadt des Romantikers. Caspar David Friedrich gehöre zu den Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns, die auch international bekannt seien. «CDF ist der größte Schatz, den die Stadt auszuweisen hat», sagt Verbandssprecher Tobias Woitendorf. Mit Friedrich als Alleinstellungsmerkmal könne sich Greifswald international für Touristen profilieren. «Backsteinkirchen haben viele Städte, Caspar David Friedrich hat nur Greifswald."» Das Pommersche Landesmuseum, bei dem der Friedrich-Rundweg enden wird, hat in den vergangenen Jahren das Bewusstsein für den Maler geschärft. Das Haus erweiterte seit dem Jahr 2000 durch geschickte Ankäufe seinen Bestand an Friedrich-Originalen kontinuierlich. Inzwischen beherbergt es 80 Originale, darunter neun Gemälde, wie Museumschef Uwe Schröder berichtet. Erst vor einem Jahr erwarb das Museum die 1806 von Friedrich gefertigte und verschollen geglaubte Porträtzeichnung der ältesten Schwester, Catharina Dorothea Sponholz, von Nachfahren des Malers. In dem privaten Konvolut befand sich auch ein Reisetagebuch des Malerneffen Heinrich Friedrich. Vor drei Jahren erwarb das Museum das Friedrich-Gemälde «Zum Lichte hinaufsteigende Frau» von 1825. Trotz der Vielzahl der Aktivitäten ist sich auch Schröder sicher, dass «der Schatz Friedrich» in Greifswald noch nicht gehoben ist. Auf der ganz großen Wunschliste steht ein Museum für den bekanntesten Sohn der Stadt. Bund und Land haben Gesprächsbereitschaft für eine Beteiligung an dem Projekt geäußert. Zudem ist eine große Friedrich- Ausstellung in Greifswald im Gespräch, die den erfolgreichen Schauen in Hamburg und Essen folgen soll. |
























































