| Erfurt eröffnet 2009 alte Synagoge und feiert Bauhaus-Jubiläum |
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| Dienstag, 30. Dezember 2008 um 09:52 Uhr | ||
Bauhaus, Erfurt«Erfurt hat eine große Vielfalt an Kultur, was immer gefehlt hat, ist ein Highlight», sagte der ehrenamtliche Beigeordnete für Kultur, Karl- Heinz Kindervater (CDU), am Montag in Erfurt. Mit der ältesten erhaltenen Synagoge in Mitteleuropa bekomme Erfurt endlich die Chance, internationales Publikum anzulocken. Dort werden auch der 1998 entdeckte jüdische Gold- und Silberschatz, der «Erfurter Judeneid» aus dem späten 12. Jahrhundert sowie die größte bekannte hebräische Bibel gezeigt. An das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus erinnern Sonderschauen. Erfurter Mäzene und Vereine unterstützten in den 1920er Jahren diese moderne Kunst. Kindervater, dessen Amtszeit im Juni zu Ende geht, nannte Konzepte für das denkmalgeschützte alte Heizwerk, den geschichtsträchtigen Petersberg sowie den Thüringer Zoopark als vorrangige Aufgaben für 2009. Die Idee sei ein «Zoo der großen Tiere», in dem Elefanten, Nashorn, Giraffen, Bären und Wölfe in großen Arealen naturnah leben können. Auf dem Petersberg, wo Kirchen- und Militärgeschichte miteinander verbunden sind, müsse sich die Stadt überlegen, ob sie einen klosterähnlichen Bereich zur Rückbesinnung oder ein Jugendhotel in der Defensionskaserne mit einer Ausstellung zur Thüringer Geschichte in der Peterskirche favorisiere. Der Reformator Martin Luther, der 1505 in das Augustinerkloster eingetreten ist und im Dom zum Priester geweiht wurde, soll mehr Präsenz in der Stadt bekommen. Das durch einen Brand beschädigte Haus Dacheröden soll im Herbst als Bürgerhaus für Vereine und Kulturveranstaltungen öffnen. Das sanierte und erweiterte Angermuseum werde erst 2010 wieder öffnen. Die Gestaltung der Dauerausstellungen ziehe sich hin. «Ich bin überzeugt, es wird gut.» Ob das Haus, auch wegen des Bauhaus-Jubiläums, schneller hätte fertig werden können, sei «müßig zu diskutieren.» Bis Dezember 2009 soll eine Arbeitsgruppe ein Kulturkonzept vorlegen. Aufgabe sei, ein ausgewogenes Konzept zu erarbeiten, das den breiten Bevölkerungsinteressen gerecht werde, sagte Kindervater, der nach 30 Jahren im Stadtrat nicht wieder kandidieren will. Er appellierte an die Erfurter, ihre Ideen einzubringen. |
























































