| Museum MARTa will auch ohne Jan Hoet «immer anders» bleiben |
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| Dienstag, 30. Dezember 2008 um 10:11 Uhr | ||
Marta, Nachtigäller, Hoet«Wir haben hier den Freiraum, Fragen anders zu stellen», sagte der neue künstlerische Leiter des Museums, Roland Nachtigäller, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Ausstellung «Nullpunkt. Nieuwe German Gestaltung» (14. Februar bis 19. April 2009) befasse sich mit deutschem Design - allerdings unter dem Blickwinkel, es gebe kein deutsches Design. «So haben Sie deutsches Design noch nie gesehen», kündigte er an. Dabei trage die neue Ausstellung schon seine Handschrift, sagte Nachtigäller, der bislang Leiter der städtischen Galerie Nordhorn war. Während der zweiten Jahreshälfte 2008 habe er mit Jan Hoet in Kontakt gestanden und intensiv an den von dem Belgier vorgeplanten Ausstellungen mitgearbeitet. «Ich habe sehr viel von seinem Geist», sagte Nachtigäller. In diesem Geist wolle er das Museum weiter führen, auf junge, zeitgenössische Kunst setzen und dabei das Programm international ausrichten. «Wir können kein Start-up- Unternehmen für junge Künstler werden.» Die heutige Bekanntheit des noch jungen, von Star-Architekt Frank O. Gehry entworfenen Museums sei das Werk von Hoet, betonte Nachtigäller, der zu Beginn des Jahres 2009 die Nachfolge des Belgiers in Herford antritt. «Viel hing an der Person Jan Hoet.» Der frühere documenta-Leiter habe als Magnet gewirkt. Nachtigäller kündigte an, die eigene Sammlung des Museums MARTa solle weiter wachsen. Der Etat erlaube es, die Sammlung schrittweise auszubauen, sagte er. «Große Kunstwerke werden mit den Städten verbunden, wo man sie sieht. Das stiftet Identität.» Auch in der Frage des fehlenden Depots sei mittlerweile eine Lösung gefunden. Zwei Häuser auf dem Nachbargrundstück seien gekauft worden und stünden vor dem Umbau. Das Projekt kostet rund 1,7 Millionen Euro. Im Frühjahr sollten voraussichtlich die Bauarbeiten beginnen. «Die direkte Verfügbarkeit ist ein ganz großer Gewinn.» Bislang sei die Sammlung an unterschiedlichen Standorten in Herford untergebracht gewesen. Künftig wolle er die Besucherzahlen auf dem Niveau von erwarteten rund 75 000 Besuchern im laufenden Jahr halten. «Das ist schon ein hochgestecktes Ziel», sagte Nachtigäller. Im Eröffnungsjahr 2005 waren 101 000 Kunstfreunde gekommen. «Das Museum hat in jeder Hinsicht eine Zukunft», sagte er. Gespräch: Thomas Strünkelnberg, dpa (Internet: www.marta-herford.de) |
























































